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Apple arbeitet an Trojaner-Gegenmittel

Aktualisiert am 11.04.2012

Über 600'000 Macs sind mit Flashback infiziert. Der IT-Konzern arbeitet nun daran, die betroffenen Computer zu säubern.

Nach Apple-Update sind neue Infektionen ausgeschlossen: MacBook in einem Apple Store.

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Bild: AFP

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Flashback gilt als der bisher grösste Angriff auf Apples (AAPL 439.66 -0.74%) Betriebssystem Mac OS X. Der IT-Konzern arbeitet eigenen Angaben zufolge nun an einer Software, die den Trojaner entfernt. Der Konzern gestand damit auch erstmals offiziell ein, dass zuletzt eine ganze Reihe von Apple-Rechnern durch das sogenannte Flashback-Virus befallen wurden. Experten gehen von gut einer halben Million betroffenen Computern aus. Mit dem jüngsten Java-Sicherheitsupdate für OS X Lion ist eine Neuinfektion nicht mehr möglich.

Im Web seinen Mac testen

Mac-Nutzer können über einen Dienst des Virenschutz-Spezialisten Kaspersky prüfen, ob sie betroffen sind. Kaspersky stellt zudem ein Entfernungs-Programm zur Verfügung.

Das Flashback-Virus nutzte eine Sicherheitslücke in der Software Java aus (DerBund.ch/Newsnet berichtete). Die Programmierer gaben ihre Schadsoftware als Aktualisierung des Adobe Flash Players aus, der zum Betrachten von Videos genutzt wird. Der infizierte Mac wird dann teil eines Botnetzes, um Spam zu verschicken. Aufmerksam gemacht auf den Trojaner hatte der russische Sicherheitsanbieter Dr. Web.

Experte: Kriminelle richten Angriffe auf Apple Computer aus

Apple hatte lange Zeit damit geworben, seine Rechner seien für Viren im Gegensatz zu Windows-PCs nicht anfällig. Tatsächlich wurden die meisten Viren für Windows geschrieben - denn das läuft auf rund 90 Prozent aller Computer weltweit. «Mac hat lange gesagt, sie seien für PC-Schadprogramme nicht anfällig - das stimmt. Sie sind für Mac-Schadprogramme anfällig», konstatierte nun Dave Marcus vom Sicherheitsspezialisten McAfee. Cyberkriminelle setzten derzeit alles daran, ihre Angriffe auch auf Apple Computer auszurichten. (ah/AFP)

Erstellt: 11.04.2012, 11:23 Uhr

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