Leserbrief: Münsingen drückt sich vor der Zukunft
Von Simon Bähler, Münsingen. Aktualisiert am 16.11.2009
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Der zusätzliche Verkehr, den die Waletal-Siedlung verursachen werde, sei nicht das grösste Problem der Gemeinde, sagt FDP-Gemeinderat Hans Rudolf Schönenberg, frei nach dem Motto: «Auf noch mehr Stau und Chaos auf den Münsinger Strassen kommt es ohnehin nicht mehr an.»
Die Strassen (beziehungsweise Wege) im Bärenstutz-Quartier sind längst keine «geheimen» Schleichwege mehr, sondern werden schon heute rege befahren.
Sie erlauben kaum ein Kreuzen, mitverursacht durch dieselbe Gemeinde mit ihren fahrbahnverengenden Pollern und den unsäglichen Verkehrskissen, die die Fahrbahn zur Buckelpiste machen.
Ausgerechnet hier soll sich noch mehr Verkehr durchzwängen? Das ist purer Schwachsinn! Auch das Argument der angeblichen Nachfrage nach gehobenem Wohnraum sticht nicht. In der neuen Bärenmatte-Siedlung stehen über die Hälfte der Einfamilienhäuser immer noch leer. Die ökologische Bauweise ist ein reiner Köder für umweltbewusste Stimmbürger.
Seit Jahrzehnten tut die Gemeinde Münsingen nichts Wirksames, um der Verkehrsprobleme Herr zu werden. Sie überbaut Grünflächen, als gäbe es kein Morgen, und drückt sich penetrant vor der Zukunft. Deshalb muss man ein entschiedenes Nein in die Urne legen.
(Der Bund)
Erstellt: 16.11.2009, 13:47 Uhr
