Die Konzertsaison 2010/2011
Matthias Gawriloff, seit zwei Jahren Direktor des Berner Symphonieorchesters, zeigte sich an der gestrigen Medienkonferenz in Bern erfreut, dass die Wahl des Nachfolgers von Andrey Boreyko zügig geregelt werden konnte; im Januar hat Mario Venzago als Gast das BSO dirigiert, die Verhandlungen für die gemeinsame Zukunft haben gleich anschliessend begonnen (siehe Haupttext). Anders als sein Vorgänger hat Venzago einen unbefristeten Vertrag unterschrieben.
Andrey Boreyko wird am 11. Juni im Kultur-Casino sein letztes Konzert als BSO-Chef dirigieren (Mozart, Tschaikowsky, Strawinsky), kommt aber – wie aus dem neuen Programmheft ersichtlich – für das Neujahrskonzert 2011 als Gastdirigent nach Bern zurück. Planungsbedingt wird Venzago in der Saison 2010/2011 das BSO vorerst nur in drei Konzerten dirigieren. Danach will er während elf bis zwölf Wochen in der Bundesstadt präsent sein. Bei internationalen Verhandlungen wirke der Name Venzago wie ein «Türöffner», sagt Matthias Gawriloff. Für 2013 sei bereits eine Deutschland-Tournee mit ihm aufgegleist.
Als Highlight der ausgehenden Saison nennt Gawriloff die Aufführung von Richard Strauss’ «Alpensymphonie» unter Antoni Wit. Die Aufnahme ist für das Label Naxos als CD und DVD eingespielt worden und soll weltweit vertrieben werden. Guy Jaquet, Präsident des Stiftungsrats des BSO, zeigt sich zufrieden mit den Zuschauerzahlen. Trotz zunehmender Konkurrenz auf dem Konzertplatz Bern sind sie mit 36 000 Personen stabil, und der Umsatz sei gut.
In der neuen Saison sollen rund um die BSO-Konzerte die Rahmenprogramme weiter ausgebaut werden. So etwa mit dem Extra-Bus, der Besucher aus der Region zum Kultur-Casino führt, oder dem Projekt «symphonie Muristalden», einer Partnerschaft, mit der das BSO neue Wege geht. (mks) (Der Bund)
Erstellt: 10.05.2010, 09:42 Uhr
