AKW-Erschliessung: BKW prüft alternative Lösungen

Von . Aktualisiert am 12.03.2010

Am Mittwochabend hat die BKW die Mühleberger Bevölkerung über die Erschliessung des geplanten Kernkraftwerks orientiert.

Die Kraftwerk-Betreiberin will während der sieben- bis achtjährigen Bauzeit des geplanten AKW östlich von Mühleberg eine Wohnsiedlung für rund 1700 Arbeiter sowie eine Logistikfläche für Lagerhallen und Werkstätten errichten. Mehrere Mühleberger äusserten die Befürchtung, der Bau werde erheblichen Mehrverkehr durch die umliegenden Dörfer verursachen – der Konzern selbst rechnet mit rund 800 000 Lastwagen- und Autofahrten während der Bauzeit. Ein temporärer Autobahnzubringer zum AKW soll den Verkehr von den Siedlungen fernhalten, wie es am Mittwoch vonseiten der BKW hiess. Kritisch gab sich die IG Grundbesitzer und Anwohner des Kernkraftwerks: Man sei «nicht überzeugt vom Konzept», sagte einer ihrer Vertreter. Die IG wehrt sich dagegen, dass die BKW ihr Land für die Erschliessung benutzt, und schlägt einen alternativen Standort nördlich von Mühleberg vor. Bei der BKW räumte man Kommunikationsfehler ein: Die betroffenen Anwohner seien bei der Erschliessungsplanung zu spät informiert worden. Man wolle jetzt eine einvernehmliche Lösung mit der IG suchen und die Vorschläge der IG prüfen, sagte Hermann Ineichen von der Konzernleitung. Bis im Sommer 2010 werde entschieden, ob man diese berücksichtigen könne. Rechtliche Schritte gegen die IG seien zurzeit keine vorgesehen. (mzi) (Der Bund)

Erstellt: 12.03.2010, 08:01 Uhr