Kein Gerangel um die Baufelder auf dem Warmbächli-Areal

Für die Überbauung Warmbächliweg sind gleich viele Bewerbungen eingegangen, wie es Baufelder hat.

So soll es auf dem Warmbächli-Areal einmal aussehen.

So soll es auf dem Warmbächli-Areal einmal aussehen. Bild: zvg

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Das Wohnbauprojekt am Berner Warmbächliweg ist aussergewöhnlich, ist es doch seit Jahrzehnten das einzige dieser Art in der Stadt Bern. Die vom Stimmvolk angenommene Wohninitiative sieht einen Drittel der Fläche von grossen Bauprojekten für die Bebauung preisgünstiger Wohnungen oder die Abgabe an gemeinnützige Wohnbauträger vor. Das Warmbächli aber, die Fläche auf dem Areal der ehemaligen Kehrichtverbrennungsanlage, soll sogar ausschliesslich an gemeinnützige Bauträger gehen. Es bietet Platz für rund 250 Wohnungen.

Aufwendige Prozesse

Interessierte Genossenschaften konnten sich seit Mai für eines der sechs Baufelder bewerben. Die Einreichefrist für die Offerten war zunächst auf Ende August festgelegt, wurde nun aber bis Mitte September verlängert. «Die bisherige Frist bot nicht genügend Zeit für die aufwendigen Genehmigungsprozesse in den Gremien und Vorständen der sich bewerbenden Genossenschaften», sagt Jürg Sollberger, Präsident der Wohnbaugenossenschaften Bern-Solothurn.

Wer sich bewirbt, steht aber bereits fest: «Es sind sechs gemeinnützige Wohnbauträger.» Vor wenigen Monaten war noch von acht interessierten Parteien die Rede. Das Gerangel um die Baufelder, das sich damals abzeichnete, scheint also nicht Realität zu werden – pro Baufeld bewirbt sich lediglich eine Genossenschaft. Um welche Bauträger es sich bei den sechs Bewerbern handelt, will Verbandspräsident Sollberger noch nicht sagen.

Enge Zusammenarbeit mit Stadt

Auch was die Kriterien zur Vergabe betrifft, gibt es keine Auskunft: Dagmar Boss von Immobilien Stadt Bern sagt, das noch laufende Vergabeverfahren sei vertraulich. Was geschieht, falls eine der Bewerbungen abgelehnt wird? Noch gehe man davon aus, dass die sechs Baufelder an gemeinnützige Bauträger vergeben werden könnten, sagt Boss. «Alles Weitere wäre Spekulation.»

Bei der Vergabe der Baufelder wird der Gemeinderat das letzte Wort haben. Laut Boss soll der Entscheid noch in diesem Jahr erfolgen. Das weitere Vorgehen sieht dann eine enge Zusammenarbeit zwischen den Genossenschaften und der Stadt vor: Die künftigen Bauträger werden sich zusammen mit der Stadt Bern zu einer Entwicklungs- und Realisierungsträgerschaft zusammenschliessen. 2016 werde die Projektierung mit Projektwettbewerben angegangen, sagt Boss. Im Jahr 2019 beginnt auf dem Warmbächli-Areal schliesslich die Bauphase. (Der Bund)

(Erstellt: 01.09.2015, 08:02 Uhr)

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