Fördergeld für Kunst, Theater und die Fecker-Chilbi

Die Stadt Bern hat zum ersten Mal die 620'000 Franken aus dem Topf für die «Hauptstadtkultur» verteilt.

Gemeinsam mit Anwohnern sollenin Ausserholligen Kunstprojekte realisiert werden. (Symbolbild/Archiv)

Gemeinsam mit Anwohnern sollenin Ausserholligen Kunstprojekte realisiert werden. (Symbolbild/Archiv) Bild: Valérie Chételat

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Die Kommission für Hauptstadtkultur hat erstmals Gelder in der Höhe von 640'000 Franken aus einem neuen Fördertopf der Stadt Bern für besondere Kulturprojekte gesprochen. Mittel erhalten unter anderem ein Wissenschaftsfestival und die Fecker-Chilbi der Jenischen.

230'000 Franken gehen an das Festival Out&About für zeitgenössisches Theater, wie die Stadtberner Präsidialdirektion am Dienstag mitteilte. Das Festival versteht sich als Projekt für und mit der Bevölkerung der Berner Stadtteile Bümpliz und Bethlehem.

«Time for Change» (Zeit für Wandel) heisst ein Projekt des Schlachthaustheaters Bern mit dem Generationenhaus Bern und Asylzentren in der Region. Ziel ist es, Geflüchtete und Betagte aus der Region Bern zusammenzubringen und mit künstlerischen Mitteln Wege der Verständigung zu fördern. Das Projekt erhält 120'000 Franken.

Das Mad Scientist Festival will im September in Zusammenarbeit mit dem Naturhistorischen Museum Bern und der Burgergemeinde Bern an zwei Abenden die Mensch-Maschine-Beziehung ausleuchten. Dazu ist ein bunte Mischung von Künstlern eingeladen. Das Festival wird mit 90'000 Franken unterstützt.

Im Projekt Ex_Local werden Kunstschaffende mit Bewohnern des Berner Ausserholligenquartiers zusammengebracht. Gemeinsam bilden sie eine Expertenjury und entschieden über die Realisierung von Kunstprojekten im Quartier. Ex_Local wird mit 75'000 Franken unterstützt.

Die Fecker-Chilbi ist ein Jahrmarkt und Kulturanlass der anerkannten Minderheit der Fahrenden in der Schweiz. Der Anlass wird ebenfalls mit 70'000 Franken gefördert.

Mittel erhält auch ein Kunsthappening mit dem Titel «inkl.», an dem Menschen mit und ohne Behinderung Visionen für kulturelle Teilhabe entwerfen. Die so entstandenen Objekte und Installationen werden am 3. Dezember 2016 im öffentlichen Raum in der Stadt Bern zu sehen sein. Das Projekt erhält 55'000 Franken.

Im vergangenen November kündigte die Stadt Bern einen neuen Topf für besondere Kulturprojekte an. Der Kredit wird aus städtischen Mitteln und Bundesgeldern gespiesen und von einer eigenen Kommission bewirtschaftet. (zec/sda)

Erstellt: 01.03.2016, 17:01 Uhr

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