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Bern

YB ging mit fliegenden Fahnen unter

Von Peter Herzog. Aktualisiert am 03.03.2011 1 Kommentar

Im Cupviertelfinal machte YB aus einem 0:3 gegen den FCZ ein 3:3 und verlor dennoch 3:4 in der Verlängerung.

1/8 Freudenfeuer der YB-Fans zu Beginn des Spiels.
Bild: Keystone

   

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Matchtelegramm

YB-Zürich 3:4 n.V.

Stade de Suisse.
– 12 195 Zuschauer. – SR Busacca. – Tore: 5. Schönbächler 0:1. 41. Margairaz 0:2. 49. Chermiti 0:3. 54. Farnerud 1:3. 56. Bienvenu 2:3. 82. Mayuka 3:3. 116. Margairaz 3:4.

Young Boys: Wölfli; Nef, Dudar, Affolter; Suter (75. Costanzo), Doubaï, Spycher (56. Raimondi); Farnerud; Lulic (65. Mayuka), Degen; Bienvenu.

Zürich:
Leoni; Philippe Koch, Béda, Teixeira, Magnin; Schönbächler, Aegerter, Margairaz, Djuric (91. Kukuruzovic); Chermiti (75. Alphonse), Hassli (59. Mehmedi).

Bemerkungen: YB ohne Dussin (verletzt) und Jemal (abwesend), Zürich ohne Chikhaoui (verletzt) sowie Nikci, Stahel, Buff, Nafkha und Barmettler (alle nicht im Aufgebot). 87. Tor von Béda wegen Offsides aberkannt. Verwarnungen: 14. Margairaz (Foul). 24. Bienvenu (Foul). 44. Lulic (Foul). 92. Schönbächler (Foul)

Sechs Tage nach dem Aus in der Europa League in St. Petersburg verabschiedete sich YB auch im Schweizer Cup. Die Young Boys holten gegen den FCZ einen 0:3-Rückstand auf und hatten in diesem spektakulären Cupfight die Möglichkeit zum Siegestor. Doch dieses erzielte der FCZ in der Verlängerung in der 116. Minute durch den zweifachen Torschützen Margairaz. Was für ein bitterer Abend für die Berner, die mit fliegenden Fahnen untergingen. Und die YB-Fans müssen wohl weiter auf den ersten YB-Titel seit 1987 warten.

Nach 49 Minuten führte der FC Zürich 3:0, doch zwei Tore der Young Boys innert 120 Sekunden machten aus dem Viertelfinal einen Cupfight auf Biegen und Brechen. Als bereits alles verloren schien für YB, brachte Alexander Farnerud für die Berner die Hoffnung zurück. Der Schwede lenkte den Ball in der 54. Minute nach einer Vorlage von Spycher ins Tor. Spycher hatte sich den Ball an der Aussenlinie gegen Schönbächler und Béda erkämpft. Und nur eine Minute später wieder Riesenjubel bei den YB-Fans: Corner von Farnerud, Kopfball von Nef, und Bienvenu bugsierte den Ball zum 2:3 in Netz.

Die Auferstehung von YB

Ein Spiel, das nach dem dritten FCZ-Treffer von Chermiti kurz nach der Pause gelaufen schien, begann von vorne. YB-Trainer Vladimir Petkovic leerte seine Ersatzbank: Für Spycher brachte er Raimondi, Lulic machte Mayuka Platz, und eine Viertelstunde vor Schluss kam Costanzo für Sutter. Und die Neuen machten Druck. Der FCZ, der zuvor so souverän aufgespielt hatte, verlor nun seine Linie, wurde nervös, hektisch. Costanzo zirkelte den Ball in der 82. Minute mit einem Corner vor das Zürcher Tor, Nef schraubte sich im Spielerpulk am höchsten, lenkte den Ball zu Mayuka, der zum 3:3 traf.

Was für eine Auferstehung: Im sechsten Spiel innert 18 Tagen machten die Young Boys Kräfte frei – stürmten, fighteten, gingen Risiken ein. Welch ein Unterschied zur ersten Halbzeit: Vor der Pause hatten sich die Berner enorm schwergetan, Torchancen herauszuspielen, und waren bereits nach vier Minuten in Rückstand geraten. Schönbächler erlief sich den Ball nach einer Kopfballabwehr von Nef, hatte viel Platz und traf aus 25 Metern mit dem linken Fuss die hohe Torecke.

Wölfli war bei diesem Traumtor machtlos, aber eine Viertelstunde später rettete er gegen den alleine auf ihn zulaufenden Chermiti mit grosser Klasse. Dennoch, YB bekundete ihn dieser Phase enorme Mühe, ins Spiel zu kommen, und die schnellen FCZ-Stürmer fanden immer wieder Lücken für Konter. Als dann Schönbächler gegen Degen in der 41. Minute an der Seitenlinie zu Boden ging, pfiff Schiedsrichter Busacca zum Ärger der Berner Freistoss; Magnin trat den Ball mit dem linken Fuss gegen das Tor, Farnerud verpasste und Margairaz traf zum 0:2. Zu diesem Zeitpunkt deutete nicht viel darauf hin, dass sich dieser Cupviertelfinal noch zu diesem offenen Schlagabtausch und spektakulären Nervenspiel entwickeln würde.

Dramatik pur in der Verlängerung

Ein Tor von Béda annullierte Busacca wegen Abseits, und in der 92. Minute rettete Wölfli seine Mannschaft mit einer Fussabwehr in höchster Not in die Verlängerung. In der Extra-Spielzeit verpasste Mayuka mit einem spektakulären Fallrückzieher das vierte YB-Tor; eine Minute später brachte Bienvenu den Ball nicht ins Tor. Beide Teams waren gezeichnet – doch den K.-o.-Schlag brachte der FCZ an. Für YB hiess es: aus, fertig, vorbei. Der FC Zürich hingegen freute sich über ein Heimspiel im Cup-Halbfinal: Der Gegner heisst Xamax. (Der Bund)

Erstellt: 03.03.2011, 06:35 Uhr

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1 Kommentar

Roland Wenger

03.03.2011, 08:42 Uhr
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Sehr geehrter Herr Kaenzig
Sehr gefreut habe ich mich, als ich vernommen habe, dass Sie nach Bern kommen. Ich weiss Sie hatten keinen einfachen Start bei YB - in meinen augen haben Sie bis jetzt viele gute Entscheidungen getroffen.
Machen Sie den nächsten Schritt heute und finden Sie einen Erfolgstrainer mit dem heutigen wird dies leider nichts.
Liebe Grüsse - Roland Wenger
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