Tschäppät gibt eines seiner Tickets Hayoz
Von Dölf Barben. Aktualisiert am 19.12.2011 1 Kommentar
Neuerdings ist die Liste der Zutrittsberechtigten ins Bundeshaus einfacher einsehbar als früher. Wer im nationalen Parlament sitzt, darf zwei Personen einen privilegierten Zutritt ins Bundeshaus verschaffen. Vor allem PR-Leute und Lobbyisten reissen sich darum.
Doch es sind nicht nur reine Interessenvertreter, die eingeladen werden, wie ein Blick auf die Liste der bernischen Mandatsträger zeigt. Alexander Tschäppät, der SP-Stadtpräsident von Bern zum Beispiel, hat seine Ausweise seiner Gemeinderatskollegin Barbara Hayoz (FDP) und seinem Pressechef Walter Langenegger zugesteckt. Klar, man kann sagen, die beiden sollen, wenn sie gerade nichts anderes zu tun haben, ins Bundeshaus hinüber spazieren und dort für die Stadt lobbyieren. Gar nichts mit Lobbying zu tun haben die Gäste von Christian Wasserfallen: Eine Karte hat er für seine Mutter und eine für seine Partnerin ausstellen lassen. Gut, man kann sagen, vielleicht sollen sie für ihn selber lobbyieren.
BKW, Lobag, SVP
Die übrigen bernischen National- und Ständeratsmitglieder haben, sofern sie schon dazu gekommen sind, ihre Karten so ausgestellt, dass Institutionen, denen sie nahestehen, optimale Wirkung entfalten können: Urs Gasche schenkte eine Karte dem BKW-Chef, Andreas Aebi eine dem Lobag-Direktor. Und Rudolf Joder, Präsident der Berner SVP, vermachte eine Karte Aliki Panayides, der SVP-Geschäftsführerin, die auf der Liste als seine persönliche Mitarbeiterin figuriert. Wahrscheinlich ist es ihr Job, ihrem Chef die Zürcher vom Leib zu halten. Wer weiss. (Der Bund)
Erstellt: 19.12.2011, 07:46 Uhr
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