Bern

Stadt Bern muss Defizite des Stadttheaters mittragen

Von Bernhard Ott. Aktualisiert am 17.06.2011 3 Kommentare

Die Stadt Bern muss 1,5 Millionen Franken an die Kosten der Fusion von Stadttheater und Symphonieorchester beitragen.

1,5 Millionen Franken zahlt die Stadt für die Fusion von Stadttheater und dem Berner Symphonieorchester. (Archiv: Franziska Scheidegger)

1,5 Millionen Franken zahlt die Stadt für die Fusion von Stadttheater und dem Berner Symphonieorchester. (Archiv: Franziska Scheidegger)

Die Fusion des Stadttheaters mit dem Symphonieorchester zur Stiftung Konzert Theater Bern (KTB) kostet gut 4 Millionen Franken. Wie bei den vom Stadtberner Volk genehmigten Subventionsverträgen für die Jahre 2012 bis 2015 sollen diese sogenannten Transformationskosten zu 50 Prozent vom Kanton, zu 39 Prozent von der Stadt Bern und zu 11 Prozent von den Regionsgemeinden getragen werden. An der Stadtratssitzung von nächster Woche wird der Gemeinderat dem Stadtrat einen Kredit von über 1,5 Millionen Franken zur Begleichung des städtischen Anteils beantragen. Gemäss dem Vortrag des Gemeinderates an den Stadtrat ist dieser Betrag als Kostendach gedacht.

Der Gemeinderat weist darauf hin, dass die Transformationskosten bereits in den Unterlagen zur Konsultation der Regionsgemeinden auf 4 Millionen Franken geschätzt wurden. Die Transformationskosten im engeren Sinne betrügen 2,5 Millionen Franken. Darunter fielen zum Beispiel die Abfederung möglicher Härtefälle infolge Stellenabbau und die frühzeitige, teilzeitliche Anstellung des Direktors und des Leiters Musik «bei parallel laufenden Verträgen von bisherigen Führungspersonen» bis Mitte 2012. Die restlichen 1,5 Millionen Franken betreffen laut Gemeinderat die Übernahme des Bilanzverlustes des Stadttheaters, der per Ende Juni auf 1,5 Millionen Franken geschätzt wird.

Der Stadtanteil an den Kosten für dieses Defizit liegt gemäss dem erwähnten Schlüssel bei 585'000 Franken. Als «Gegenleistung» für die Übernahme des Bilanzverlustes werde die Stiftung KTB von der aufzulösenden Theatergenossenschaft die Spielstätte in den Vidmarhallen samt Kostümfundus übernehmen, schreibt der Gemeinderat. Nach dem klaren Ja von Stadt und Regionsgemeinden zu den Subventionsverträgen dürfte die anteilsmässige Beteiligung der Kostenträger an den Transformationskosten eine Formsache sein. Der Regierungsrat hat gestern mitgeteilt, dass er die Subventionsverträge 2012 bis 2015 mit den vier grossen Kulturinstitutionen der Stadt Bern genehmigt und jährliche Beiträge von 26,8 Millionen Franken gesprochen habe. (Der Bund)

Erstellt: 17.06.2011, 08:24 Uhr

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3 Kommentare

Jack Berger

17.06.2011, 13:53 Uhr
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Ihr Berner seid alle selbst schuld! Ihr wählt ja die ROT-GRUENEN. Jetzt jammern, bei der nächsten Wahl WIEDER durch die rosagrüne Brille schauen, oder wenn Tschäppat Cüplis spendet, für seine Wahl. Antworten


Andreas Sommer

17.06.2011, 09:48 Uhr
Melden 1 Empfehlung

wo bleiben die SVP und die FDP, die die Schliessung dieser Geldverbrennungsanlage fordern? Bei der Reithalle haben ein paar Tausender öffentlicher Subvention gereicht gereicht, um eine Volksinitiative zu lancieren, aber hier scheint mit anderen Massstäben gemessen zu werden Antworten



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