Reisende stehen im Regen
Von Simona Benovici. Aktualisiert am 27.10.2011 1 Kommentar
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Besser ein ordentlicher Regen, als ein stetes Tröpfeln, besagt eine Bauernregel. Es sei denn, man steht im Bahnhof Bern und das Nass von oben rinnt einem direkt in den Nacken oder auf die Morgenzeitung. Seit mehr als zwei Wochen tropft es den Reisenden auf dem Perron 2 auf den Kopf. Direkt unter dem Sektor-B-Schild drückt Wasser durch die Decke. Nicht hie und da ein Tröpfchen, nein. Es regnet förmlich auf die Wartenden hinab. Und das auf einer Länge von rund eineinhalb Metern.
Besonders betroffen von der unangenehmen Situation sind mehrere Tausend Bahnreisende. Denn ausgerechnet ab dem tangierten Bahnsteig verkehren mehrere S-Bahnen und Intercity-Züge nach Belp, Thun, Freiburg, Laupen, Langnau und Luzern. Die Benutzer dieser Zugverbindungen müssen sich derzeit ihren Weg sowohl durch den Pendlerstrom als auch durch die ungewöhnliche Wasseransammlung bahnen.
Regenschutz in Aussicht gestellt
Woher das Wasser genau kommt, ist unklar. Nachgefragt bei der Schweizerischen Post, deren Liegenschaft sich direkt oberhalb der Gleisanlagen befindet, ergab sich gestern keine Klärung dieser Frage. Nur soviel: Das Wasser stamme nicht von ihnen, erklärte Post-Mediensprecherin Nathalie Salamin. Ein Team vor Ort sei der Sache auf den Grund gegangen, habe aber nichts finden können. Die Post könne dennoch definitiv ausschliessen, dass das ungebetene Nass etwas mit der Baustelle im Bereich der Schanzenpost zu tun habe, sagte Salamin.
Ein Stockwerk tiefer – bei den wortwörtlich Betroffenen – konnte zwar gestern ebenfalls nicht eruiert werden, woher das Wasser stammt. SBB-Mediensprecherin Lea Meyer versicherte aber auf Anfrage, man sei sich der Situation bewusst und habe bereits auch Massnahmen ergriffen, um dem Wassereinbruch zu begegnen. Die SBB hätten eine Art Schutzvorrichtung bestellt, die man gedenke zu montieren, so Meyer. Damit dürften die Wetterregeln auch im Berner Bahnhof, dem Zweitgrössten der Schweiz, bald wieder allgemeine Gültigkeit haben. (Der Bund)
Erstellt: 27.10.2011, 07:28 Uhr
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1 Kommentar
Diese Meldung legt meines Erachtens schön dar - wohl gegen den Willen der Verfasserin - in welch gutem Zustand sich die Infrastruktur in der Schweiz befindet. Es wird mit reisserischem Unterton ("seit Wochen"; "Es regnet förmlich auf die Wartenden hinab. Und das auf einer Länge von rund eineinhalb Metern."; WAS!? AUF DER LÄNGE VON EINEINHALB METERN? SKANDAL!) aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Antworten
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