Bern

Progr: «Doppelpunkt» erhält Schadenersatz

Aktualisiert am 03.08.2010 3 Kommentare

Die Stadt entschädigt die Planer des Gesundheitszentrums «Doppelpunkt» im Progr mit 190'000 Franken.

Das Projekt «Doppelpunkt» erlitt in der Abstimmung eine Abfuhr. Nun erhalten die Planer 190'000 Franken Schadenersatz.

Das Projekt «Doppelpunkt» erlitt in der Abstimmung eine Abfuhr. Nun erhalten die Planer 190'000 Franken Schadenersatz.
Bild: Franziska Scheidegger

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Kultur- statt Gesundheitszentrum: der Sinneswandel der Bernerinnen und Berner zur Umgestaltung des Progr-Areals kostet die Stadt Bern 190'000 Franken. Auf diese Summe haben sich die Stadt und die Verfasser des nicht berücksichtigten Siegerprojekts «Doppelpunkt» geeinigt.

Mit diesem aussergerichtlichen Vergleich könne ein langwieriger Rechtsstreit verhindert werden, teilte die Stadt Bern am Dienstag mit. Mit der Vereinbarung zögen alle Parteien, darunter die Stadt und die Generalunternehmung Allreal, einen Schlussstrich unter diese Angelegenheit.

Die Stadt hatte seinerzeit für die Umgestaltung des Progr-Areals in der Innenstadt einen Wettbewerb lanciert und ein Siegerprojekt erkoren. Geplant war, aus dem alten Progymnasium am Waisenhausplatz ein Gesundheitszentrum zu machen.

In letzter Minute

Als das Projekt soweit aufgegleist war, meldete sich praktisch in letzter Minute ein Künstlerkollektiv mit eigenen Plänen für den Progr zu Wort. Das Stadtparlament ermöglichte trotz heftigem Widerstand der Bürgerlichen eine Variantenabstimmung. Diese entschieden die Künstler im Mai 2009 mit einem Ja-Stimmenanteil von 66 Prozent für sich.

Vielen stiess indessen sauer auf, dass die Stadt im laufenden Spiel die Regeln geändert hatte. So monierte etwa die Präsidentenkonferenz bernischer Bauplanungsfachverbände Verstösse gegen Grundsätze des Planungs- und Architekturwettbewerbs.

Bürgerliche erzürnt

Im Stadtparlament sprachen Bürgerliche gar von «Vetternwirtschaft» und «Zuständen wie in einer Bananenrepublik». Ganz besonders sahen sich die Wettbewerbssieger vor den Kopf gestossen und forderten Schadenersatz.

Die SVP und die Generalunternehmung Allreal prüften nach der Abstimmung rechtliche Schritte. Die SVP verzichtete schliesslich auf eine Abstimmungsbeschwerde. Allreal und die Stadt einigten sich nun aussergerichtlich. (sda)

Erstellt: 03.08.2010, 10:17 Uhr

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3 Kommentare

Nicole Meier

03.08.2010, 13:44 Uhr
Melden

@ Mario Imhof gebe ihnen vollkommen recht. Aber auch die Politiker die mal wieder versagt haben, sollen mit ihrem privaten Geld dafür gerade stehen. Antworten


Mario Imhof

03.08.2010, 13:13 Uhr
Melden

Warum soll das wieder der Steuerzahler berappen? Von dem war in der Abstimmung nie die Rede. Das Künstlerkollektiv soll den Schaden von 190'000 CHF bezahlen. Antworten



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