Probleme mit den 
Schach-Problemen

Die Schweizer Schachpro­blemlöser schnitten an der Weltmeisterschaft in Bern schlechter ab als erwartet.

Die sieben Schweizer blieben hinter den Erwartungen zurück. Im 90-köpfigen Teilnehmerfeld kamen sie nicht über Rang 54 hinaus.

Die sieben Schweizer blieben hinter den Erwartungen zurück. Im 90-köpfigen Teilnehmerfeld kamen sie nicht über Rang 54 hinaus. Bild: Christian Beutler/Keystone

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Der Triumph der Polen an der Weltmeisterschaft der Schachproblemlöser in Bern kam nicht ganz unerwartet. Organisator Thomas Maeder hatte die amtierenden Weltmeister schon im Vorfeld als Favoriten bezeichnet. Den Einzelwettkampf entschied der Pole Kacper 
Piorun für sich; der 23-Jährige, der bereits den Titel eines Problemlösungsgrossmeisters trägt, konnte das letzte Mal als Junior starten. Vizeweltmeister wurde sein Landsmann Piotr Murdzia. Dieser erreichte bei den 18 zu lösenden Problemen ebenfalls 81 von 90 möglichen Punkten, er benötigte aber für die Lösung knapp eine halbe Stunde länger. Dritter wurde der Serbe Bojan Vuckovic mit 79,5 Punkten.

Die sieben Schweizer blieben hinter den Erwartungen zurück. Im 90-köpfigen Teilnehmerfeld kamen sie nicht über Rang 54 hinaus (Klaus Köchli, 50 Punkte). Thomas Maeder, der amtierende Schweizer Meister, platzierte sich zwei Ränge dahinter mit 49 Punkten. Für ihn hätte es «schon noch etwas Luft nach oben gegeben», sagte er und fügte schmunzelnd hinzu: Eine so gute Ausrede wie der Hinweis auf seine organisatorischen Pflichten werde er aber kaum je wieder haben.

Polen gewannen auch als Team

Da die Teamwertung auf einem Teil der Einzelergebnisse beruht, verwundert es nicht, dass die Polen auch den Teamwettkampf überlegen gewannen. Auf dem zweiten und dritten Platz klassierten sich Aserbeidschan und Israel. Die beiden Teams aus der Schweiz – das Gastgeberland konnte als einziges Land zwei Mannschaften stellen – belegen die Ränge 19 und 22. Nur die Mannschaft aus Marokko klassierte sich hinter der Schweizer B-Mannschaft.

Maeder bezeichnete den Kongress der Schachproblemlöser von letzter Woche in Bern, den insgesamt 200 Teilnehmer besuchten, als vollen Erfolg. Nebst den Titelkämpfen waren die gesellschaftlichen Aspekte von grosser Bedeutung. Einer der Höhepunkte war laut Maeder der Ausflug ins Greyerzerland, der am Donnerstag bei perfektem ­Wetter stattgefunden habe.

Sechs Schachprobleme mit kommentierten Lösungen: www.schachprobleme.derbund.ch (Der Bund)

Erstellt: 01.09.2014, 07:57 Uhr

Sechs Schachprobleme mit Lösungen

www.schachprobleme.derbund.ch

Weltmeister Kacper Piorun. (Bild: zvg)

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