Bern
Neue Nachbarn für Aschi und Grittli
Von Lisa Stalder. Aktualisiert am 21.01.2012
Stichworte
Artikel zum Thema
Tierparkdirektor Bernd Schildger hatte die Neuzuzüger bereits im Juni des vergangenen Jahres angekündigt. Und eigentlich hätten die beiden Lewitzer Pferde im letzten November ihr neues Zuhause im Kinderzoo im Berner Tierpark Dählhölzli beziehen sollen. Doch die aus Norddeutschland stammenden Kleinpferde erhielten kein Visum und durften nicht in die Schweiz einreisen. Gemäss Bundesgesetz darf pro Jahr nur eine bestimmte Anzahl «Tiere der Pferdegattung» in die Schweiz eingeführt werden. 2011 waren es 3822 – und dieses Kontingent war bereits im September ausgeschöpft. Der Umzug musste um ein paar Monate verschoben werden.
Unbekannte Umgebung
Am Donnerstagabend war es nun endlich so weit: Nach einer 13-stündigen Fahrt durch Deutschland trafen die beiden vierjährigen Lewitzer Ponys Pakita und Papagallo im Berner Kinderzoo ein, wo sie von Schildger und zwei seiner Töchter, dem Obertierpfleger Hubert Marbacher, einigen Tierpflegern und auch vom «Bund» empfangen wurden. Nach der langen Fahrt sollten sich die Tiere zuerst einmal ihre Hufen vertreten. Nur zögerlich stiegen sie aus dem Lieferwagen: «Noch sind sie etwas unsicher, da sie die Umgebung nicht kennen», sagte Tierpfleger Hansruedi Schori, der die Tiere zusammen mit zwei Kollegen in der Nähe von Berlin abgeholt hat. Die anfängliche Unsicherheit hielt jedoch nicht lange an, spätestens als die Tiere den kürzlich umgebauten Stall betraten, war sie verflogen. Ohne zu zögern taten sie sich am Willkommensgruss der Tierpfleger gütlich – einem grossen Haufen Heu. Einzig die Stroh-Pellets am Boden waren den Tieren etwas fremd. Dies hielt Papagallo jedoch nicht davon ab, einen grossen Happen zu probieren.
Massgeschneiderte Ausrüstung
Die erste Nacht im neuen Zuhause haben die Tiere gemäss Tierpfleger Schori bestens überstanden. Gestern waren die beiden Ponys bereits früh in ihrem neuen Gehege. «Sie haben sich regelrecht ausgetobt und jede Ecke erkundet», sagt er. Das schlechte Wetter habe sie nicht abgeschreckt: «Diese Tiere sind sehr robust und leistungsfähig.»
Heute wollen die Tierpfleger den Neuankömmlingen ihr neues Zuhause zeigen und sie durch den ganzen Tierpark führen. Diesen müssen die beiden Ponys schon bald in und auswendig kennen, denn sie werden bereits in einigen Wochen Gäste auf einer Kutsche durch den Tierpark ziehen. Das Gefährt, das in der Schweiz hergestellt wird, soll voraussichtlich noch diesen Monat geliefert werden. Um die Kutsche aber überhaupt ziehen zu können, braucht es noch die passende Schirrung. Diese kauft der Tierpark aber nicht etwa ab der Stange: Die Tiere werden dafür eigens vermessen und erhalten dann eine «massgeschneiderte Ausrüstung», wie Schori sagt. Bis diese fertig ist, dauert es aber noch einige Wochen. Die Ponys werden aber nicht nur die Kutsche ziehen, sie sollen auch fürs Reiten eingesetzt werden. Ein Angebot, das im Tierpark schon lange beliebt ist. Vorerst müssen Pakita und Papagallo diese Arbeit alleine übernehmen. In rund einem Jahr sollen sie aber Verstärkung erhalten. Dann werden zwei weitere Lewitzer Pferde in den Kinderzoo einziehen.
Aufgeregter Esel-Hengst
Skeptisch ob der Abkunft der Lewitzer zeigten sich gestern die beiden betagten Esel Aschi und Grittli. Während die Esel-Dame Grittli die beiden Neuzuzüger aus der Distanz betrachtete, rannte Aschi aufgeregt im Gehege hin und her, ohne dabei die beiden braun-weissen Ponys aus den Augen zu lassen. «Wäre kein Zaun dazwischen, würde Aschi Papagallo ohne zu zögern in den Hintern treten», sagte Hubert Marbacher, der die Szene mit grossem Amüsement beobachtete. Man kann Aschi sogar ein wenig verstehen: Eigentlich hätten er und seine Gefährtin Grittli weichen müssen, damit Platz für die Lewitzer geschaffen werden kann (siehe Text links). (Der Bund)
Erstellt: 21.01.2012, 09:21 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
Bern
Heizöltank: Tankrevision oder Sanierung
Möchten Sie mehr über die Revision und Sanierung von Heizöltanks erfahren? Dann sollten Sie hier klicken und weiterlesen.
BLS Schifffahrt Berner Oberland
Auf Deck scheint die Sonne am längsten.
Was gibt es Schöneres als die wohlverdienten Feierabendstunden auf dem Thunersee zu verbringen?
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.

Bitte warten



























