Bern

Meret funkelt

Aktualisiert am 18.10.2012

Welchen Einfluss hat die grosse Surrealistin Meret Oppenheim auf die jüngere Kunst in der Schweiz? Dieser Frage geht das Kunstmuseum Bern in der Ausstellung «Merets Funken» auf den Grund.

1/10 Meret Oppenheim: Kentaurin auf dem Meeresgrund, 1932. Bleistift und Aquarell. 25 x 17,5 cm. Privatbesitz, Schweiz © 2012, ProLitteris, Zürich

   

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Die Ausstellung

Die Ausstellung «Merets Funken. Surrealismus in der zeitgenössischen Schweizer Kunst» dauert vom 19. Oktober bis 10. Februar 2013. www.kunstmuseumbern.ch

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Zum 100. Geburtstag der deutsch-schweizerischen Künstlerin Meret Oppenheim im nächsten Jahr zeigt das Kunstmuseum Bern die Ausstellung «Merets Funken». Im Mittelpunkt steht die Frage nach dem Einfluss der grossen Surrealistin auf die jüngere Kunst in der Schweiz.

Um diese Beziehung auszuleuchten, bringt das Museum rund 60 Werke von Meret Oppenheim in einen Dialog mit Arbeiten von zeitgenössischen Schweizer Künstlerinnen und Künstlern. Ausgewählt hat die Kuratorin Kathleen Bühler etwa Gemälde der 1974 geborenen Zürcher Malerin Tatjana Gerhard oder Skulpturen der 43-jährigen Schaffhauser Bildhauerin Maja Bringolf.

Traum und Wirklichkeit

Mit seiner Ausstellung macht das Kunstmuseum Bern den Auftakt zu einem Ausstellungsreigen zu Ehren von Meret Oppenheim. Nach der Ausstellung in Bern findet 2013 im Bank Austria Kunstforum in Wien eine Retrospektive statt, die anschliessend auch im Berliner Martin- Gropius-Bau sehen ist.

Meret Oppenheim (1913-1985) zählt zu den bedeutendsten und eigenwilligsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Bereits in jungen Jahren wurde sie in Paris als Schöpferin einer mit Pelz überzogenen Tasse (»Frühstück mit Pelz», 1936) zur Legende.

Neben Künstlerin war Oppenheim auch Designerin und Dichterin. Ihr vielfältiges, in der Zeit der Entstehung äusserst provokatives Werk untersucht die Verwandlung zwischen den Geschlechtern, zwischen Mensch und Tier, Natur und Kultur, Traum und Wirklichkeit. Wichtig waren ihr die Schriften des Schweizer Psychiaters C.G. Jung.

Berlin, Paris, Bern und Basel

Geboren wurde Meret Oppenheim am 6. Oktober 1913 in Berlin. Während des Ersten Weltkriegs zog sie mit ihrer Mutter in die Westschweiz nach Delémont. In den 30er Jahren lebte sie in Paris im Umfeld von Alberto Giacometti, Hans Arp, André Breton, Marcel Duchamp, Man Ray und Max Ernst. Später wurde ihr Bern zur zweiten Heimat.

Das Moderna Museet in Stockholm widmete ihr 1967 eine erste grosse Retrospektive. 1975 erhielt sie den Kunstpreis der Stadt Basel, 1982 den Grossen Preis der Stadt Berlin. Es folgten Retrospektiven in Paris und in der Kunsthalle Bern. Am 15. November 1985 starb Meret Oppenheim in Basel.

(bs/sda)

Erstellt: 17.10.2012, 14:42 Uhr

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