Bern

Kredit für Bärenpark-Security genehmigt

Von Markus Dütschler. Aktualisiert am 02.09.2011 3 Kommentare

Die Stadt Bern lässt sich die Sicherheit im Bärenpark 421'000 Franken kosten. Der Stadtrat genehmigte den Kredit, wenn auch knurrend.

Der private Sicherheitsdienst für den Bärenpark kostet 421'000 für zwei Jahre.

Der private Sicherheitsdienst für den Bärenpark kostet 421'000 für zwei Jahre.
Bild: Valérie Chételat

SP will, dass Uferweg beim Bärenpark nachts offen bleibt

Die SP Stadt Bern erhebt gemäss Mitteilung Einsprache gegen die geplante Änderung der Überbauungsordnung «Uferschutzplan Abschnitt Klösterli- /altes Tramdepotareal». Sie wehrt sich damit gegen die nächtliche Schliessung des Uferwegs beim Bärenpark. Diese sei «nicht nötig» und widerspreche sowohl dem geltenden Recht als auch dem ursprünglich geplanten Konzept des Bärenparks. Zwar räumt die SP ein, dass die hohe Zahl von Besuchern des Bärenparks letztes Jahr zu Problemen geführt habe, doch habe sich die Situation entschärft. «Zudem halten sich gerade nachts nicht viele Besucherinnen und Besucher im Park auf.» (pd)

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Der Bärenpark am Aareufer ist ein Erfolg: Unzählige haben die jungen Bärchen besichtigt. Auch nachts ist auf dem Gelände nie wirklich Ruhe. Deshalb sind Sicherheitsleute postiert, die aufpassen, dass niemand über Zäune klettert oder sonstigen Unfug anstellt. Ab April 2011 übernimmt eine neue Firma diesen Auftrag: SAS Security AG. Sie ist in der Schweiz, in Kosovo, Berlin und Moskau tätig. Für zwei Jahre ersuchte der Gemeinderat um einen Verpflichtungskredit von 421'000 Franken.

Selber aufpassen – Bären in Stall

Die Parteien nahmen das zum Anlass für grundsätzliche Überlegungen. Für die GFL/EVP-Fraktion sagte Barbara Streit-Stettler, ihr Ja erfolge ohne Begeisterung: Es gebe zu viel Sicherheitsfimmel und zu wenig Eigenverantwortung. Man habe in Bern ein halbes Jahrtausend gut mit dem Risiko von Bären in der Stadt gelebt. Für das Grüne Bündnis sagte Rahel Ruch, das GB lehne den Kredit ab, da Sicherheitsaufgaben nicht an Private delegiert werden sollten.

Die SP schwanke noch, so Corinne Mathieu. Der Bärenpark sei ein Fass ohne Boden. Die SP werde allenfalls zustimmen, wenn Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) verspreche, den Uferweg nachts nicht zu schliessen.

Für die SVP-plus-Fraktion sagte der parteilose Jimy Hofer, der Andrang habe merklich abgenommen, wenn die kleinen Bären fort seien, lasse er noch stärker nach. Der Alt-Rocker, der wegen der Broncos Einblick in die Security-Szene hat, bemängelte die ausgewählte Firma: Sie sei wohl die billigste, gehöre aber dem schweizerischen Verband nicht an. Ausserdem könne man die Bären wie früher nachts «inenääh».

Die BDP/CVP-Fraktion sagte, an den Rat: Es wäre verantwortungslos, den Park nachts unbewacht zu lassen, fand Sonja Bietenhard. Gemeinderat Reto Nause (CVP) sagte, man dürfe den Erfolg des Parks nicht kleinreden. Die Bewachung sei unbedingt nötig. Der Rat genehmigte den Kredit mit 38 zu 27 Stimmen. Die Linke war dagegen, die Mitte dafür, die Rechte enthielt sich. (Der Bund)

Erstellt: 02.09.2011, 06:14 Uhr

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3 Kommentare

Daniel Kettiger

02.09.2011, 12:24 Uhr
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Wieder eine private Security-Firma mehr, die im öffentlichen Raum staatliche Aufgaben wahrnehmen soll, dazu aber rechtlich gar nicht die Kompetenzen hat und wohl auch nicht über Personal mit der notwendigen Ausbildung verfügt. Man würde besser das Polizeietat nochmals aufstocken. Die zahlreichen Aufträge an verschiedene private Sicherheitsfirmen machen Bern eher unsicher als sicher. Antworten


Sibylle Weiss

02.09.2011, 13:44 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Die Genehmigung hat 2 positive Seiten.Erstens wird darauf ein Auge gehalten,dass kein Unfug angestellt od.über den Zaun (wie auch schon) geklettert wird, wo danach der "böse" Bär aber nicht der Mensch schuld ist,der meinte über den Zaun klettern zu müssen.Zweitens werden dadurch Arbeitsplätze geschaffen/erhalten,sodass dies indirekt auch der Wirtschaft zugute kommt, oder nicht? Antworten



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