Kommentar: Riesige Erwartungen an den Neuen
Von Mireille Guggenbühler. Aktualisiert am 01.12.2010 1 Kommentar
Raphael Lanz. (zvg)
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Offenbar war die Angst der Sozialdemokraten, ein nochmaliges Antreten Siegenthalers werde der Partei als Zwängerei ausgelegt, zu gross. Das konnte sich die SP in ihrem derzeitigen historischen Formtief nicht leisten.
Dass nun ein junger, dynamischer SVP-Vertreter das Stadtpräsidium übernimmt, haben die Bürgerlichen allerdings nicht nur der Person Lanz und auch nicht nur ihrem Wahlkampf zu verdanken. Hätten die Wirtschaftsverbände im Vorfeld der Wahlen keinen Druck auf SVP und FDP ausgeübt, wäre die Listenverbindung der beiden Parteien nicht zustande gekommen. Ob es Lanz ohne diese Listenverbindung auch an die Spitze geschafft hätte, ist ungewiss.
Klar ist, dass der Druck der Verbände mit der Wahl von Lanz nicht einfach abnimmt. Die Hoffnungen seitens der Wirtschaft sind gross, um nicht zu sagen: riesig. Erwartet wird vom 42-Jährigen, der aus einer Unternehmerfamilie stammt, unter anderem, dass die Stadt sich in sehr naher Zukunft mit dem Thema Steuersenkungen befasst, den Finanzhaushalt in Ordnung bringt oder das Verkehrsproblem in der Innenstadt zu lösen versucht. Ob Lanz diesem Druck gewachsen ist, wird sich zeigen. (Der Bund)
Erstellt: 01.12.2010, 07:02 Uhr
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