Kommentar: Natalie Imbodens letzte Chance
Von Reto Wissmann. Aktualisiert am 07.04.2011 1 Kommentar
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Seit Wochen beschäftigt sich die Gewerkschaft weitgehend mit sich selber. Mitarbeiter und Führung sind heillos zerstritten. Und zu allem Übel droht auch noch die Oberländer Sektion mit Abspaltung.
Zu einem grossen Teil hat dies Natalie Imboden, Co-Leiterin der Unia Region Bern, zu verantworten. Wegen eines fatalen Führungsfehlers eskalierte der Konflikt. Möglicherweise hatten Imboden und die übrigen involvierten Unia-Kader zwar gute Gründe, den Leiter der Untersektion Bern, Roland Herzog, abzusetzen. In einer basisdemokratischen Organisation degradiert aber niemand ungestraft einen bei der Basis dermassen beliebten Frontmann.Der Unia-interne Konflikt schwächt aber nicht nur die Gewerkschaft, sondern belastet auch Imbodens politische Karriere. Die 40-jährige Grossrätin und Präsidentin des Grünen Bündnisses der Stadt Bern (GB) wird als Nachfolgerin von Gemeinderätin Regula Rytz gehandelt, sofern diese im Herbst in den Nationalrat gewählt wird. Reale Chancen hat Imboden aber nur, wenn sie bis zu den Gemeindewahlen 2012 wieder Ruhe in ihre Unia-Region bringt und das Vertrauen der Basis zurückgewinnt. Dass eine GB-Kandidatin ohne die volle Unterstützung der Gewerkschafter gewählt wird, ist sehr unwahrscheinlich. (Der Bund)
Erstellt: 07.04.2011, 07:18 Uhr
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