Bern

Kommentar: Die erste von vielen Hürden ist genommen

Von Lisa Stalder. Aktualisiert am 31.05.2011 1 Kommentar

Die bernischen Tramplaner rund um die kantonale Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer (SP) freuen sich zu Recht.

Kann sich freuen: Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer. (Adrian Moser)

Kann sich freuen: Verkehrsdirektorin Barbara Egger-Jenzer. (Adrian Moser)

Der ETH-Gutachter Ulrich Weidmann, der einst die Ausbaupläne für den Berner Bahnhof als «überrissen» und «unverhältnismässig» taxiert hatte, findet Gefallen am Tram Region Bern. Seine Untersuchungen haben ergeben, dass die Pläne für die Tramlinie, die den 10er-Bus ersetzen soll, sinnvoll sind. Die gewählte Linienführung sei «richtig», die Kostenschätzung von insgesamt 550 Millionen Franken «realistisch». Der Gutachter bestätigt somit den vom Kanton und den Gemeinden Bern, Köniz und Ostermundigen eingeschlagenen Kurs. Eine erste Hürde ist also genommen.

Bis das Tram aber auf den Schienen steht, gilt es, weitere Hindernisse zu überwinden. Denn nun ist klar, dass das Projekt wirklich so teuer wird, wie es Egger im Januar angekündigt hat. 550 Millionen Franken sind sehr viel Geld für einen Kanton, der finanziell nicht auf Rosen gebettet ist. Es wird noch viel Überzeugungsarbeit nötig sein, um Politik und Volk für dieses kostspielige Projekt zu gewinnen.

Die Vorschläge zur Kostenoptimierung dürften jedoch einen Konsens erschweren. Entscheiden sich die Planer dafür, die Schienen nach Köniz-Schliern und in die Ostermundiger Rüti erst in einem weiteren Schritt zu verlegen, büsst das Projekt in den zwei Agglomerationsgemeinden zweifellos an Unterstützung ein.

Das grösste Fragezeichen ist aber die Linienführung in der Berner Innenstadt. Weder ist klar, wo das Tram durchfahren wird, noch was der Bau einer zweiten Tramachse durch die Innenstadt kosten würde. Hier ist die Stadt gefordert, eine praktikable und akzeptable Linienführung zu präsentieren. Denn um eine Chance zu haben, muss das Tramprojekt mit dem Herzstück in der Berner Innenstadt als sinnvolle Einheit daherkommen. Nur so können Politiker und Stimmberechtigte davon überzeugt werden, dass eine so hohe Summe wie die veranschlagten 550 Millionen Franken gut investiertes Geld ist. (Der Bund)

Erstellt: 31.05.2011, 09:06 Uhr

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1 Kommentar

Nicole Meier

31.05.2011, 14:41 Uhr
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Studie hin und her, aber wann werden endlich mal mit reellen Zahlen und Fakten fungiert? Wie ist die Ökologische Bilzanz von Trolleybus - Dieselbus - Erdgasbus - Tram? Davon spricht nie jemand. Schienenfahrzeuge sind die grössten Stromfresser, die Stromrückgewinnung durchs Bremsen ist im Promillebereich und von daher vernachlässigbar. Antworten



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