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Kommentar: «Bärenmutter» mit Makel

Von Bernhard Ott. Aktualisiert am 05.07.2010 1 Kommentar

Es ist Barbara Hayoz zugutezuhalten, dass sie ihre Fehler eingestanden und sich entschuldigt hat. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz gäbe es heute keinen Bärenpark, der als Besuchermagnet zur Erfolgsstory geworden ist.

Der Bärenpark kostete 6.8 Millionen Franken mehr als angenommen. (zvg)

Der Bärenpark kostete 6.8 Millionen Franken mehr als angenommen. (zvg)

Beim Bärenpark ging es nicht nur ums Bauen. Es ging um ein Prestigeprojekt, bei dem der Blick auf die baulichen Notwendigkeiten durch politische Interessen getrübt wurde. Das lag in der Natur der Sache. Die Anlage ist nicht nur für den Tourismus, sondern auch für die Berner Bevölkerung von Bedeutung. Der Erfolgsdruck wurde nicht kleiner, als Gemeinderätin Barbara Hayoz (FDP) vor fünf Jahren das 16-Millionen-Projekt auf 9,7 Millionen Franken redimensionierte und damit in der Öffentlichkeit zur «Bärenmutter» avancierte. Hayoz hat den Bärenpark zu «ihrem» Projekt gemacht.

Die für die Kostenexplosion entscheidenden Ursachen waren jedoch hausgemacht, wie der Untersuchungsbericht zeigt. Die Verantwortlichkeiten im Gewirr der Abhängigkeiten zwischen Bauunternehmung, Planergemeinschaft, Stadtbauten (Stabe), Lenkungsausschuss und Gemeinderat sind schwierig auszumachen. Der Stabe-Projektleiter war offenbar ebenso überfordert wie Stabe-Direktor Rudolf Lanzrein, der sowohl «seinen» Verwaltungsrat als auch den Gemeinderat über die Kostenentwicklung im Unklaren liess. Bezüglich der politischen Verantwortung ist festzustellen, dass Barbara Hayoz eine Schlüsselrolle hatte. Sie sass in allen massgeblichen Gremien. Wenn sie heute sagt, sie habe den Lenkungsausschuss nicht als Bauherrschaft verstanden, so wirkt das wenig glaubwürdig. Die einstige Sicherheitsdirektorin hatte im August 2005 den Antrag zur Einsetzung dieses Gremiums unterzeichnet. Sie beantragte dem Gemeinderat, einen Ausschuss als Bauherrschaft einzusetzen, «der die projektrelevanten Entscheidungen trifft», wie im Untersuchungsbericht nachzulesen ist. Heute ist klar, dass der Lenkungsausschuss diese Entscheidungen nicht getroffen hat.

Es ist Barbara Hayoz zugutezuhalten, dass sie ihre Fehler eingestanden und sich entschuldigt hat. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz gäbe es heute keinen Bärenpark, der als Besuchermagnet zur Erfolgsstory geworden ist. Dass er dies nicht auch für die Politikerin Hayoz geworden ist, hat diese zum Teil selber verschuldet. (Der Bund)

Erstellt: 05.07.2010, 11:01 Uhr

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1 Kommentar

René Müller

05.07.2010, 12:33 Uhr
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Ja sie hat Fehler gemacht. Wer macht keine? Dass es kurz vor den Wahlen ausgeschlachtet wird ist klar. Aber ich danke Barbara Hayoz und allen Beteilligten am Bärenpark. Jährlich werden hunderttausende Freude an diesem Park haben. Für die Touristen ist es ein Muss, den Bärenpark zu besuchen. Es werden dümmere "Millionenböcke" geschossen von denen niemand etwas hat. Danke, danke für den Bärenpark. Antworten



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