Bern

Köniz will Altersheime verkaufen

Von Renate Bühler. Aktualisiert am 05.11.2011 1 Kommentar

Im Dezember stimmen die Könizer über den Verkauf der beiden gemeindeeigenen Institutionen am Lilienweg und im Stapfen ab. Für die Bewohner würde sich nach dem Verkauf nichts verändern.

Das Altersheim Stapfen wird vielleicht bald verkauft.

Das Altersheim Stapfen wird vielleicht bald verkauft.
Bild: Valérie Chételat

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Die Entwarnung zuerst: Auch nach dem allfälligen Verkauf der Alters- und Pflegeheime Stapfen und Lilienweg haben Könizerinnen und Könizer sowie deren Angehörige Vorrang vor anderen Interessenten. Und die beiden Heime werden auch weiterhin Senioren aufnehmen, die Ergänzungsleistungen (EL) beziehen – möglicherweise sogar mehr als derzeit: Diese beiden Bedingungen knüpft die Gemeinde Köniz nämlich an den geplanten Verkauf. «Generell», so sagte der Könizer Gemeinderat Ueli Studer (SVP) gestern vor der Presse, «wird sich für die heutigen Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Institutionen vorerst kaum etwas ändern – dies allein schon, weil die Käuferin die Logis Plus AG ist, die heutige Betreiberin der Heime».

Dringender Sanierungsbedarf

Ganz an den Bewohnern vorbeiziehen dürfte der Eigentümerwechsel zumindest mittelfristig dann aber doch nicht: Für die Logis Plus AG bedeutet der Kauf der beiden Liegenschaften, dass sie nötige Anpassungen mit weniger behördlichem Aufwand umsetzen kann, wie Verwaltungsratspräsiden Roland Giger gestern sagte. Konkret heisst das: Logis Plus will beide Heime umbauen lassen. Insbesondere im Alters- und Pflegeheim Lilienweg stehen dringende Sanierungen an: Im Heim im Buchseequartier leben nach wie vor viele Bewohner in Mehrbettzimmern. «Heute erwarten die Leute bei einem Wechsel ins Altersheim aber, dass sie ein Einzelzimmer erhalten», sagte Urs Leuthold, Geschäftsleiter der Logis Plus AG. Zudem sind beide Häuser, auch das erst 20-jährige im Stapfen, schlecht isoliert. Mit der Sanierung einhergehen werden auch Änderungen im Ablauf des Alltags und der Pflege; würden zum Beispiel die langen Korridore umgebaut, sagte Geiger, verlören die Pflegenden weniger Zeit mit sinnlosen, langen Wegen.

Wann die Sanierungs- und Umbauarbeiten losgehen sollen, steht noch nicht fest; die Logis Plus AG hat jedoch bereits eine Nutzungsstudie in Auftrag gegeben. Bevor die neue Eigentümerin aber die Liegenschaften umkrempeln kann, muss sie sie erst mal erwerben. Und das kann sie nur, wenn die Könizerinnen und Könizer am 11. Dezember Ja zu der Vorlage sagen.

Zukunftsorientierte Lösung

Eine Hürde hat das Vorhaben bereits genommen: Das Könizer Parlament hat sich im Juni klar für den Verkauf der beiden Häuser ausgesprochen.

Seiner üblichen Bodenpolitik getreu will der Gemeinderat auch die beiden Heime im Baurecht abgeben. Gemäss Studer bringt der Handel der Gemeindekasse jährlich 200 000 Franken an Baurechtszinsen ein; dies während 50 Jahren. Der Verkaufpreis für die Liegenschaften beträgt 8 Millionen Franken. Die Logis Plus AG wird der Gemeinde jene 4 Millionen überweisen, welche Köniz infolge der Neuordnung der Pflegefinanzierung dem Kanton zurückzahlen muss. Die weiteren vier Millionen bezahlt die AG, die dem Könizer Altersheimverein gehört, mittels überhöhter Baurechtszinse, wie Gemeinderat Ueli Studer sagte. (Der Bund)

Erstellt: 05.11.2011, 09:59 Uhr

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1 Kommentar

Nicole Meier

05.11.2011, 10:05 Uhr
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Es ist eigentlich egal wer Eigentümer ist, hauptsache es geht den Bewohner gut und die Angehörigen können sie dort guten Gewissens ihren Altersabend erleben lassen. Antworten



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