Bern

Keine Sympathien für Stadtnomaden-Zone im Westen

Von Matthias Raaflaub. Aktualisiert am 06.12.2011 1 Kommentar

Die Quartierkommission Bümpliz/Bethlehem spricht sich mehrheitlich gegen eine «Zone für Wohnexperimente» in Riedbach aus.

Werden die Stadtnomaden sesshaft? Der künftige Standort bleibt umstritten.

Werden die Stadtnomaden sesshaft? Der künftige Standort bleibt umstritten.
Bild: Adrian Moser

Am QBB Forum vom Montagabend hat die Quartierkommission Bümpliz /Bethlehem zur geplanten Zone für Wohnexperimente in Riedbach Stellung genommen. Sie wird der Stadtverwaltung kein einstimmiges Votum übergeben.

Allerdings lehnt die deutliche Mehrheit der Delegierten den Zonenplan ab. Weil schon in der vorbereitenden Arbeitsgruppe unterschiedliche Meinungen vorherrschten, lag kein eindeutiger Antrag vor. Die Delegierten stimmten separat über Pro- und Kontra-Argumente ab. Die Stellungnahme der QBB unterscheidet zudem zwischen grundsätzlichen Argumenten zur Schaffung einer solchen Zone und Argumenten für und wider den Standort Riedbach – angrenzend an zwei Bauernhöfe und die Schiessanlage.

Unliebsames Anliegen werde in den Westen «abgeschoben»

QBB-Geschäftsführerin Nathalie Herren und Präsident Bernardo Albisetti liessen keine ausführliche Diskussion zu, was im Sinne der Delegierten war. «Die Meinungen sind ja wohl schon lange gemacht», sagte Herren. «Wir werden mit Sicherheit noch die Möglichkeit haben, über diese Zone abzustimmen», ergänzte Albisetti im Hinblick auf die nötige städtische Volksabstimmung.

Im Grundsatz unterstützen 13 Delegierte die Argumente gegen eine Zone für experimentelles Wohnen, 5 die Argumente dafür. In der QBB-Eingabe wird unter anderem darauf hingewiesen, dass ein unliebsames Anliegen in den Westen «abgeschoben» werde; oder, dass die Stadtnomaden, für welche diese Zone vorrangig entstehen soll, mit Besetzungen seit Jahren Recht verletzten.

Im Hinblick auf den Standort fiel das Votum mit 15 Voten dagegen und nur einer Stimme für den geplanten Zonenplan noch deutlicher aus. Es dominieren raumplanerische Vorbehalte und Sympathien mit den angrenzenden Bauernbetrieben. «Wir sind verpflichtet, hier für die Minderheit einzustehen», sagte ein Votant. Bereits hat der Verein «Heit Sorg zu Bärn» bekannt gegeben, dass er den Zonenplan ablehnt. (Der Bund)

Erstellt: 06.12.2011, 06:57 Uhr

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1 Kommentar

Marianne Blaser

06.12.2011, 13:45 Uhr
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Es ist bedenklich, welche Geschenke die Berner Stadtregierung für linke und alternative Wählerstimmen parat hält, ebenso die Konzeptlosigkeit dieser "Experimentierzone". Was, wenn Hunderte dieses Kulturland zur freien Nutzung beanspruchen? Da sich die Berner Sicherheitspolitik bezgl. linke und alternative Auswüchse überfordert zeigt, ist das nächste Problem Tatsache: die Verslumung Riedbachs! Antworten



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