Bern
Katzenjammer statt Freinacht
Von Matthias Ryffel. Aktualisiert am 18.04.2012 7 Kommentare
(DerBund.ch/Newsnet)
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Nach dem Spiel
Stadtpräsident Alexander Tschäppät verlässt das Stadion: «Der SCB hat gut gespielt und erspielte ein Chancenplus. Dann fiel im falschen Moment der Topf. Die Enttäuschung ist natürlich gross und Frust vorhanden, aber was solls.»
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Vor dem Stadion
Hektik vorm Stadion, die ersten Zuschauer eilen hastig davon. Viele traben oder rennen. Ein Böller knallt.
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Das Spiel ist aus
Aus, aus: Die ZSC Lions sind Schweizer Meister – die Freinacht in Bern ist abgesagt.
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22:04, Breitenrainplatz
Nur keine Verlängerung: «Si hei meh vom Spiu, si sötänä de öppä machä.» sagt ein EWB-Arbeiter am Breitenrainplatz vor der Pizzeria Tavola Calda. Auch hier kleben alle am Bildschirm. Auch hier sind die Kommentare nicht über jeglichen Verdacht erhaben: «Chum hör uff, da di schiis zürcher schnure», ruft einer, als der Kommentator am Fernsehen einen Angriff der Zürcher begleitet.
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21:55, in der Innenstadt
In der Innenstadt sind die Strassen zu beginn des dritten drittels leergefegt. Auch in der Gurtengasse sitzen alle in den Cafés vor dem Bildschirm. Im Eclipse wird mit einem Auge Hockey, mit dem andern Champions League geschaut. Gewinnt der SCB, dürfte hier bald mehr los sein.
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Das zweite Drittel ist beendet
Das zweite Drittel ist zu Ende – das Zittern hält an. Die leeren Becher auf den Tischen nehmen zu, und parallel wächst der Frust über die verpassten Chancen. Dennoch ist man im Bierhübeli weiter siegesgewiss: «Wir waren klar besser. Aber jetzt geben wir erst Vollgas», sagen zwei Fans.
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21:25
Trotz dem verpassten Powerplay-Tor: Die Stimmung im Bierhübeli ist weiterhin gut.
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21:23
«Nein!» Ein schuss Vermins geht nebens Tor, die Fans verwerfen die Hände. Das zweite Powerplay der Berner wird nun aufgezogen.
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21:18
Powerplay für die Berner. Im Bierhübeli wird mitgelitten.
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21:15
Ein «Uhh» geht durch den Saal, als Ambühl durchläuft und knapp verfehlt. Die Zürcher sind aufsässig.
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21:10
«Zwei zu eins, sag ich doch», wiederholt ein Fan seine Prognose und grinst.
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Ausgleich für den SCB
Der Saal tobt. Rüthemann trifft zum Ausgleich. «Freinacht!» brüllt ein Fan und rennt vor der Leinwand durch.
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In der Pause
«Es fehlt das letzte Quäntchen», urteilt ein älterer Fan. «Das Drittel war in Ordnung, sie haben gut gespielt», meint sein Kollege. Dann erkundigt er sich nach dem Champions-League-Spielstand. Offenbar sind die Hockey-Fans zum Multitasking fähig.
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Erste Drittelspause
Pause, die Zürcher führen. Im Hübeli ist die Stimmung dennoch gelassen. «Nicht aufgeben, die machens nur spannend», meint ein Student. Allerdings: «Wären wir im Stadion, wäre das nicht passiert. Hätten die uns nur Tickets gegeben.»
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20:45
1:0 für den ZSC. Kurz vor Drittelsende erzielen die Zürcher den Führungstreffer: Im Bierhübeli wird geflucht.
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20:44
«Das zehrt an den Nerven», sagt ein Fan mit leidendem Ausdruck.
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20:42
Grosse Emotionen sind im Hübeli noch nicht zu spüren, alle hoffen auf ein Tor – selbstverständlich für die richtige Mannschaft.
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20:40
«Super bis jetzt, aber die Tore müssen fallen», kommentiert ein Fan im Bierhübeli.
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20:35
Die Berner machen Druck. Bereits haben sie sich mehrere Chancen erarbeitet. Doch die Zürcher konnten sich fangen. Einen harten Check an einem Zürcher wird von drei jungen Fans mit freudigem Lachen goutiert.
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20:29
«Der bessere Start für die Berner», kommentiert der SF-Mann. «Nutzt nichts, solange sie nicht führen», murmelt ein Fan.
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Das erste Drittel
4 Minuten sind gespielt, die Grossleinwand im Konzertlokal zieht die Fans in den Bann. Sie sehen einen schönen Angriff von Scherwey, der allerdings versandet.
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Public Viewing im Bierhübeli
Die Nationalhymne entlockt den meisten Anwesenden ein Lächeln. Nicht nur Berner sind gekommen um ihre Mannschaft zu sehen. Eine Gruppe junger Luzerner Studenten sitzt an den Tischen zuvorderst. Welche Mannschaft sie unterstützen? «Natürlich den SCB.»
Erstellt: 17.04.2012, 20:25 Uhr
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