Kanton Bern will längeren Vaterschaftsurlaub prüfen
Aktualisiert am 12.12.2011 4 Kommentare
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Getragen wird das Begehren von Grossrätinnen und Grossräten aus der SP, der FDP, den Grünen, der EVP und von den bernjurassischen Autonomisten der PSA.
Zur Länge des Vaterschaftsurlaubs machen die Verfasser in ihrem Vorstoss keine konkreten Angaben. Zitiert werden die Beispiele der Stadt Bern mit 15 Tagen und des Bundes mit fünf Tagen Vaterschaftsurlaub.
Im Grundsatz steht die Kantonsregierung der Forderung positiv gegenüber, wie sie in der am Montag veröffentlichten Antwort schreibt. Mit einer solchen Massnahme würde die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestärkt.
Andere sind grosszügiger
Dazu kommt gemäss Regierungsrat, dass andere Arbeitgeber, seien es Gemeinwesen oder Unternehmen, grosszügigere Regelungen kennen als Bern. Der Kanton Genf etwa bietet seinen Angestellten zehn Tage, ein weiteres Dutzend Kantone fünf Tage. Bundesnahe Betriebe wie die SBB oder die Swisscom gewährten zwischen fünf und zehn Tagen.
Im Kanton Bern erhalten beispielsweise die Mitarbeitenden der Kantonalbank oder des Energiekonzerns BKW je fünf Tage. Auch die Angestellten in den Spitälern haben seit der Einführung eines Gesamtarbeitsvertrages Anspruch auf nunmehr fünf Tage.
Die zwei Tage, die es bis anhin bei der Geburt eines Kindes für Berner Kantonsangestellte gab, seien in der Tat bescheiden, räumt die Kantonsregierung ein. Aus Konkurrenzgründen wäre deshalb eine Ausdehnung des bezahlten Vaterschaftsurlaubs durchaus angezeigt. Allerdings gelte es auch, ein Auge auf die Kosten zu werfen, mahnt die Regierung.
Mehrkosten nicht aus den Augen lassen
Sie rechnet vor, dass bei einer Ausdehnung des Vaterschaftsurlaubs auf fünf Tage jährlich rund 540'000 Franken an Mehrkosten entstehen, bei zehn Tagen würden sich die Mehrkosten auf etwa 1,4 Millionen Franken belaufen.
Die rot-grün dominierte Kantonsregierung zeigte sich aber bereit, den Vorstoss in der Form eines Postulates entgegenzunehmen und die Ausdehnung des Vaterschaftsurlaubs bei der nächsten Revision der Personalverordnung zu prüfen. Ob es dazu kommt entscheidet allerdings zuvor noch das Parlament. (gbl/sda)
Erstellt: 12.12.2011, 11:08 Uhr
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4 Kommentare
Wie wäre es, einfach arbeiten zu gehen? Wer soll das finanzieren? Wie sollen wir so unsere Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig sicherstellen? Wie soll ein solcher unsinniger, leistungsanreizvernichtender Sozialstaat langfristig finanziert werden? Dass die rot-grünen Nullökonomen damit kein Problem haben, verwundert nicht. Wir schaufeln konsequent unser eigenes ökonomisches Grab. Düstere Prognosen. Antworten
Es war nicht richtig, dass meine Mutter zwei Wochen nach meiner Geburt wieder arbeiten musste. Der Papa war einen halben Tag im Spital. Wir haben es alle überlebt. Sind auch nicht kriminell geworden! Und heute? Wird ein Riesentheater um eine Geburt gemacht. Besser wäre, später für die Kinder da zu sein. Abends, Samstag, Sonntag wie ich es erlebt habe und versucht weiter zu geben an meine Kinder. Antworten
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