Bern
Herbstwetter lässt die Aare steigen
Artikel zum Thema
- «Wir kämpfen weiter, aber es ist beschwerlich»
- Stadt Bern will Kies aus Aare ausbaggern
- «Verhalten Sie sich, als ob Sie keine Versicherung hätten.»
Lyssbachstollen erstmals in Betrieb
Nach intensiven Niederschlägen hat der Lyssbachstollen in der Nacht zum Dienstag seine erste Bewährungsprobe bestanden, wie die Gemeinde Lyss mitteilte.
Der 2,6 Kilometer lange Entlastungsstollen war letzten November in Betrieb genommen worden. Nach stundenlangem starkem Regen staute sich das Wasser in der Nacht zum Dienstag an der Steuerungsklappe im Leen und lief kurz nach vier Uhr früh während etwa einer Stunde zum ersten Mal in dem Hochwasserstollen. Der Kommandant und der Einsatzleiter der Feuerwehr überwachten vor Ort die Funktionalität des Bauwerks.
Ob die Wassermassen ohne Stollen zu Überschwemmungen im Siedlungsgebiet geführt hätten, kann gemäss den Behörden nicht beurteilt werden. Die erstmalige Betriebsaufnahme des Entlastungsstollens habe auf jeden Fall gezeigt, dass das System funktioniere und die Feuerwehr auf das aufwendige vorsorgliche Verlegen der «Beaverschläuche» verzichten könne. In den letzten Jahren kam es in Lyss mehrmals zu Hochwassern. Allein 2007 richteten Fluten dreimal Schäden von insgesamt 100 Millionen Franken an. Der Stollen wurde 2011 fertig gestellt und führt die Wassermassen nun um die Ortschaft herum. Der Bau kostete rund fünfzig Millionen Franken. (SDA)
Teilen und kommentieren
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
Nach intensiven Niederschlägen sind die Schleusen des Schwellenmätteli am Dienstag voll geöffnet. Ein Hochwasser sei nicht zu erwarten, beruhigt der Sprecher der Berufsfeuerwehr der Stadt Bern, Franz Märki. «Wir sind nach wie vor im grünen Bereich.» Die letzten Messungen zeigten um 10.45 Uhr für die Höhe Schönau eine Abflussmenge von 254 Kubikmetern, Tendenz zunehmend. In Thun wurden 238 gemessen. Die kritsche Abflussmenge liegt erfahrungsgemäss bei knapp über 400 Kubikmetern.
Dennoch: «Momentan fliesst mehr Wasser in Thuner- und Brienzersee, als abfliessen kann», sagt Märki gegenüber DerBund.ch/Newsnet. Es sei deshalb möglich, dass der Hochwasserstollen bei Thun geöffnet werde. Eine Warnung der Stufe 0 ist bei der Feuerwehr eingegangen, man wird die Entwicklung deshalb genau beobachten. Allerdings rechnet Märki nicht damit, dass die Abflussmenge in der Schönau über 350 Kubikmeter steigt.
Donnerstag bringt Schönwetterfenster
Die Meteorologen des Wetterdienstes Meteonews erwarten in der Nacht auf Mittwoch nochmals stärkere Regenfälle. Danach allerdings sollte sich die Situation entspannen. «Spätestens am Donnerstag ist es wieder einigermassen schön», sagt Reto Vögeli von Meteonews. Ab Freitag verschlechtere sich das Wetter zwar wieder, Wassermengen, welche zu Problemen führen könnten, seien aber nicht mehr zu erwarten. Für die Voralpen hat Meteonews eine Wetterwarnung herausgegeben. «In der Nacht auf Dienstag hat es im Oberland stark geregnet», sagt Vögeli. An einigen Orten seien Niederschläge von über fünfzig Liter pro Quadratmeter innert 24 Stunden niedergegangen. Die Niederschläge versickerten nun nicht im Boden. «Es kann zu lokalen Überschwemmungen oder kleineren Erdrutschen kommen», sagt Vögeli. Grössere Schäden werde es aber wohl nicht geben.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.10.2012, 11:53 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
Bern
- 16:3211 Festnahmen an Tibet-Demo
- 14:57Berner Finanzdirektorin wirbt um Verständnis für NFA-Milliarde
- 14:41Kassensturz und Steuererhöhung in Münchenbuchsee
- 14:25«Heute tragen wir unsere Wut auf die Strasse»
- 13:33Defizit auf vier Jahre verteilen: Fiko ist dafür
- 13:30Quartier wehrt sich gegen Centralweg-Projekt
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.

Bitte warten




























