Happy End für Aschi und Grittli
Aktualisiert am 08.07.2011 1 Kommentar
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Es ist eine Nachricht, die die Berner Tierfreunde jubeln lässt: Aschi und Grittli dürfen in ihrem angestammten Gehege im Kinderzoo des Tierparks Dählhölzli bleiben. Dies teilten die Tierparkverantwortlichen gestern mit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tierparks hätten in den letzten Tagen einerseits die Angebote zur Übernahme der beiden Esel geprüft, aber auch die «Voten der Gäste vor Ort» berücksichtigt. Dabei habe sich eines gezeigt: «Die Esel gehören zum Kinderzoo in den Tierpark.» Die Tierpark-Leitung macht nun genau dies, was Patinnen und Tierfreunde schon seit Wochen gefordert hatten.
Aschi drohte die Spritze
Noch vor wenigen Wochen hatte es für die beiden 27-jährigen Esel allerdings nicht rosig ausgesehen. Anfang Juni wurde aufgrund von «Bund»-Recherchen publik, dass der gesamte Kinderzoo umgebaut werden soll. Dies, weil ein grosses Gehege für Lewitzer Pferde gebaut werden soll, die von einem Gestüt in Berlin nach Bern kommen werden. Damit die Neuzuzüger genügend Platz haben, müssen andere Tiere weichen – als Erste die Esel. Während für die Eseldame ein Plätzchen im Pferdealtersheim in Le Roselet im Berner Jura gefunden werden konnte, sah es für Aschi düster aus: Es war geplant, dass er noch in diesem Monat eingeschläfert werden sollte.
Doch die Tierpark-Leitung hatte die Rechnung ohne die vielen Tierfreunde gemacht: Neben vielen empörten Reaktionen gingen beim Tierpark auch rund zehn Angebote von Leuten ein, die die beiden Esel übernehmen wollten. Dies auch, weil das Lokalradio Capital FM einen Aufruf zur Rettung Aschis gestartet hatte. Auch Regierungsrat Christoph Neuhaus hatte angeboten, die beiden Tiere zu sich nach Belp zu nehmen.
«Den Fehler revidiert»
Er sei in der Tat überrascht gewesen von den vielen Reaktionen, sagte Tierpark-Direktor Bernd Schildger gestern auf Anfrage. Es sei ihm und seinen Kollegen auch bewusst geworden, dass «wir zu fest vom Pult aus geplant haben», sagte er selbstkritisch. Es sei den Verantwortlichen nicht bewusst gewesen, wie wichtig die Esel für den Tierpark seien. «Wir haben einen Fehler gemacht, den wir nun revidiert haben.»
Damit Aschi und Grittli im Kinderzoo bleiben können, wurden die Umbaupläne etwas angepasst. Eigentlich war geplant, dass für die Lewitzer Pferde das Esel-Gehege umgebaut wird. Die Tierschutzverordnung verlange, dass Lewitzer Pferde permanente Auslaufmöglichkeiten hätten – «und zwar Tag und Nacht». Diese sollen sie nun auch erhalten, einfach nicht bei den Eseln, sondern im Pony-Gehege gleich nebenan. Ihre Ankunft werde sich durch diese Planänderung allerdings nicht verzögern, betonte Schildger. Die ersten beiden Tiere sollen noch in diesem Jahr in den Tierpark einziehen.Ob auch die Alpakas, die Meerschweinchen und die Sumpfbiber im Kinderzoo bleiben können, konnte Schildger gestern noch nicht sagen. «Wir nehmen alles ‹step by step›.» Klar sei aber, dass diese Schritte stets früh genug kommuniziert würden. (dam/pd)
Erstellt: 07.07.2011, 16:19 Uhr
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1 Kommentar
Als Tierpark-Mitglied und Tierpatin bin ich über diesen Entscheid äusserst erfreut!
Ich hoffe nur, dass die Tierpark-Leitung, insbesondere Herr B. Schildger, nicht "zu fest vom Pult aus planen" und auch die Alpakas, Sumpfbiber, etc. im Streichelzoo lassen - sonst ist die Reaktion der Tierfreunde schon vorprogrammiert!!!
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