Ganz bei sich im Bundeshaus

Von Daniel Di Falco. Aktualisiert am 28.04.2012 1 Kommentar

Mit einem Bild von Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat «Bund»-Fotograf Adrian Moser die Kategorie Porträt beim Wettbewerb Swiss Press Photo gewonnen. Wie das Foto entstanden ist.

1/8 Das prämierte Bild: Simonetta Sommaruga, ganz bei sich im Bundeshaus.
Bild: Adrian Moser

   

3. Preis für Beat Schweizer

In der Kategorie Ausland belegte Beat Schweizer den dritten Platz für seine Fotoreportage über den Alltag auf einem Bahnhof an der ukrainisch-rumänischen Grenze. Seine Fotoreportage ist am 31. Dezember 2011 auf der Fotoseite des «Bund» erschienen.

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Drinnen in ihrem Büro ging es um Personenfreizügigkeit, Asylverfahren und Parteienfinanzierung. Draussen stellte «Bund»-Fotograf Adrian Moser derweil seine Lichtanlage auf. Er brauchte fast eine halbe Stunde, bis alles perfekt war. Doch als die Bundesrätin dann aus dem Interview kam, da wollte sie nichts wissen von seinem Plan, sich aufs grosse Schweizer Kreuz auf dem Boden der Halle zu stellen. Und Zeit hatte sie eigentlich auch keine mehr.

«Milde Panik» beim Fotografen, improvisierte Verschiebung der ganzen Anlage drei Meter nach links - und während sie noch auf die Kamera wartete, da hatte er schon abgedrückt und Simonetta Sommaruga vermeintlich unbeobachtet erwischt, fast etwas verloren mit sich selbst in einem jener raren Momente, da die magistrale Fassade noch ein wenig durchsichtig ist. Mit diesem Bild vom August 2011 hat Moser die Kategorie Porträt beim Wettbewerb Swiss Press Photo gewonnen.

Nachträglich hat er dann erfahren, dass es im Bundeshaus eine Furcht vor einem schlechten Omen gibt, ein ungeschriebenes Gesetz, wonach man besser keinen Fuss auf dieses Kreuz setzt. Auch keinen Fuss der Landesregierung. (Der Bund)

Erstellt: 28.04.2012, 09:07 Uhr

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1 Kommentar

michael vogt

29.04.2012, 06:15 Uhr
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die bilder von adrian moser im bund versetzen mich regelmässig in erstaunen. der preis ist mehr als verdient. aber ich sage ganz ehrlich, dass mir das ausgezeichnete bild nicht gefällt. der erste eindruck schon. tatsächlich "ganz bei sich". aber bei genauerem hinsehen die frage, ob's denn auch stimmt. und ich finde, eine bundesrätin im bundeshaus soll in einer professionellen situation erscheinen. Antworten



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