Bern

Extreme Hitze sorgt vorerst für Steppenklima

Von Stephan Koncz. Aktualisiert am 18.08.2012 1 Kommentar

Die aktuelle Hitzewelle ist zwar unüblich, aber nicht einmalig. In den Alpen dürfte es so heiss werden wie im Jahr 2003.

Glasdach eigentlich unnötig: Steppengewächse im botanischen Garten.

Glasdach eigentlich unnötig: Steppengewächse im botanischen Garten.
Bild: Adrian Moser

Für die Steppengewächse im Botanischen Garten Bern herrschen derzeit optimale Bedingungen: Es ist heiss und staubtrocken. Das Glasdach des Gewächshauses, in dem sie untergebracht sind, könnte man getrost abmontieren – zumindest für die nächsten fünf Tage. Danach gehen die Temperaturen wieder zurück, wie Ludwig Zgraggen, Meteorologe bei Meteo Schweiz, ankündigt.

Hochsommerliche 35 Grad Celsius und ein Anstieg der Nullgradgrenze auf 4700 Meter Ende August: Das sei zwar nicht normal, aber auch nicht aussergewöhnlich, sagt Zgraggen. Er verweist auf das Vorjahr, als am 22. August Bernerinnen und Berner gehörig ins Schwitzen kamen: In ihrer Region war es rund 33 Grad heiss.

Im Mittelland 35 Grad Celsius

Bei den prognostizierten Temperaturen fühlen sich manche an den Hitzesommer 2003 erinnert. Für den Wetterfachmann sind die Ereignisse aber nur bedingt vergleichbar. Einerseits ist die aktuelle Periode kürzer, denn 2003 war bereits der Juni extrem heiss. Die ersten Tage im August brachen damals mit bis zu 37 Grad alle Rekorde im Mittelland. Andererseits wird es in diesem Jahr in der intensivsten Periode in den Bergen so heiss wie 2003, oder noch heisser. Im Mittelland ist mit Temperaturen um 35 Grad zu rechnen.

Und im Kanton Bern? Die höchsten Werte dürften am Jurasüdfuss gemessen werden, laut Zgraggen rund 35 Grad. Für die Berner Alpen prognostiziert er ähnliche Höchstwerte wie im Jahre 2003. In Adelboden stieg damals das Thermometer auf 29,4 Grad. Allerdings war es im Berner Oberland schon deutlich heisser – nämlich im extremen Juli 1983. Damals wurden am 31. Juli in Adelboden 32,2 Grad registriert.

Brütende Hitze und kein Gewitter in Sicht: Laut Zgraggen ist dies nicht aussergewöhnlich. Bei Hitzewellen wie jetzt stammt die Luft in der Regel aus der Sahara und ist sehr trocken. Gewitter sind nicht zu erwarten. Meteorologisch stehen die Zeichen ab Donnerstag auf Entspannung. Die Temperaturen werden dann auf rund 30 Grad zurückgehen. (Der Bund)

Erstellt: 18.08.2012, 11:17 Uhr

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1 Kommentar

Daniel Christinat

19.08.2012, 11:56 Uhr
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Naja, ab Donnerstag "nur noch"30°C - und das soll denn das Ende der Hitzewelle sein? Meteorologen haben einen komischen Humor. Antworten



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