Bern

Eskalierter Polizeieinsatz bei der Reitschule wird nicht untersucht

Aktualisiert am 05.01.2012 3 Kommentare

Im September kam es im Innenhof der Reitschule zu einer Auseinandersetzung zwischen Reitschülern und Polizeifahndern. Entgegen dem Begehren des Berner Gemeinderats will die Kantonsregierung den Vorfall aber nicht untersuchen.

Der eskalierte Polizeieinsatz bei der Reitschule wird nicht untersucht.

Der eskalierte Polizeieinsatz bei der Reitschule wird nicht untersucht.
Bild: Franziska Scheidegger

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Der Polizeieinsatz bei der Reitschule

Der Polizeieinsatz bei der Reitschule
In der Reitschule sind am Donnerstagabend zwei Zivilfahnder der Kantonspolizei festgehalten und verprügelt worden. Die Reitschule widerspricht der Darstellungen vehement.

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Der Vorfall in der Reitschule gab im Herbst zu reden: Polizeifahnder und Reitschüler gerieten in eine handgreifliche Auseinandersetzung. Laut einem Bericht der «Berner Zeitung» von heute Donnerstag will der Regierungsrat das Vorgehen der Polizei aber nicht untersuchen.

Der Gemeinderat hatte im Oktober eine entsprechende unabhängige Untersuchung eingefordert. Im Antwortbrief lässt der Regierungsrat verlauten, eine solche Untersuchung sei «nicht das geeignete Mittel zur Zielerreichung».

Zwei unterschiedliche Versionen

Zu den Handgreiflichkeiten war es im Nachklang einer Personenkontrolle auf dem Vorplatz der Reitschule gekommen. Der kontrollierte Mann flüchtete in die Reitschule, die Fahnder auf den Fersen. Laut der am gleichen Abend verschickten Polizeimeldung hätten daraufhin «30 bis 40» Personen die Beamten zum Teil handgreiflich bei ihrer Arbeit gehindert. Auf den Videoaufzeichnungen, die ein Reitschüler vom Vorfall gemacht hatte, war von einem solchen massiven Personenauflauf indes nichts zu sehen. Laut Reitschule waren die Aggressionen vornehmlich von den Beamten ausgegangen, die im Laufe des Vorfalls die Reitschule den Rückzug antraten.

Der Berner Gemeinderat gibt sich mit der abschlägigen Antwort des Regierungsrats zufrieden. Reto Nause geht nun von einem «verhältnismässigen» Einsatz aus. (hjo)

Erstellt: 05.01.2012, 08:56 Uhr

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3 Kommentare

Petter Rettenmund

05.01.2012, 09:12 Uhr
Melden 31 Empfehlung

Logisch wird der Vorfall nicht untersucht, es könnte sich ja herausstellen, dass die Polizei falsch agiert hat. Und dann müsste der "grossartige" Herr Nause die Sache auf sich nehmen. Und bei seinem jetzt schon angeschlagenen Image ("Raubtierkäfig") wäre das wohl nicht das Beste...
Söihäfeli, Söidecheli!
Antworten


Bernard Fernandez

05.01.2012, 10:47 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Und dann wundert sich die Polizei wenn sie in der Bevölkerung immer weniger Rückhalt geniesst...Polizeigewalt wird einfach unter den Teppich gekehrt. Ein bedenklicher Vorgang in einem Rechtstaat... Antworten



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