Bern

Erster Thuner Fan-Walk war ein halber Erfolg

Von Martin Zimmermann. Aktualisiert am 26.09.2011 1 Kommentar

Basler Fussballfans wählten eine andere Route ins Stadion als vorgesehen.

1/4 Auf Abwegen: Die Anhänger des FC Basel in Thun.
Bild: Keystone

   

Die Stadt Thun hat ihren ersten Fanmarsch seit der Eröffnung des neuen Fussballstadions überstanden: Am Samstagnachmittag marschierten rund 400 bis 500 Anhänger des FC Basel vom Bahnhof in die Arena Thun. Der Marsch verlief «mehr oder weniger problemlos», wie Hermann Jutzi, Einsatzleiter der Kantonspolizei, gestern dem «Bund» sagte. Zu Ausschreitungen sei es nicht gekommen, der öffentliche Verkehr sei indes zeitweilig behindert worden.

«Aus unerfindlichen Gründen»

Anders als im Sicherheitskonzept der Stadt Thun vorgesehen, wählten die Fans aber die Route durch die Länggasse. Gemäss Konzept sollten die Anhänger der Gastclubs eigentlich auf der weniger dicht befahrenen Route via Frutigen- und Hohmadstrasse ins Stadion pilgern. Dort ist die Gefahr kleiner, dass einheimische und Gästefans aufeinandertreffen (siehe «Bund» vom 18. Juni). Man habe die Basler am Bahnhof auf die offizielle Route hingewiesen, so Jutzi. Aus unerfindlichen Gründen habe sich der Fan-Tross dann aber für die Länggasse entschieden. Ein solches Ereignis habe man aber mit einkalkuliert, sagt der Einsatzleiter. Für den Polizeieinsatz habe das somit keinen grossen Unterschied gemacht: Die Beamten begleiteten den Fantross wie geplant nur mit einigen Fahrzeugen an der Spitze und am Ende des Zuges.

Damit ist der erste Test für den sogenannten Fan-Walk in die Arena Thun halbwegs erfolgreich verlaufen – seit Beginn der Saison Mitte Juli gastierten zwar schon andere grosse Vereine wie der FC Sion und die Zürcher Grasshoppers in der Kyburgstadt. Die meisten ihrer Anhänger hätten aber auf den Fussweg verzichtet, sagte der städtische Sicherheitsbeauftragte Erwin Rohrbach im Vorfeld des Matchs. Stattdessen seien sie mit Extrabussen gefahren. Die «walkbegeisterten» Basler hätten den Marsch seit Tagen angekündigt, so Rohrbach.

Ob das Abweichen der Fans von der offiziellen Route Konsequenzen für das Thuner Sicherheitskonzept hat, wird sich zeigen: Man wolle in den nächsten Tagen mit Stadt, SBB und Bahnpolizei zusammensitzen und die Sachlage diskutieren, sagte Polizeieinsatzleiter Jutzi. Im April und im Juli waren Basler Fans auch in Bern durch die Stadt gezogen: Jeweils mehrere Hundert Leute marschierten gegen den Willen von Behörden und SBB vom Hauptbahnhof ins Stade de Suisse – der offizielle Fan-Walk ist weitaus kürzer und beginnt am Bahnhof Wankdorf. Auch damals sprach die Polizei von einem erfolgreichen Einsatz, weil grössere Ausschreitungen ausblieben. Es kam indes zu Pöbeleien von Fans gegen Passanten und Journalisten. (Der Bund)

Erstellt: 26.09.2011, 06:46 Uhr

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1 Kommentar

Nicole Meier

26.09.2011, 09:47 Uhr
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Ist es einem Fan nicht egal welchen Weg er ins Stadion nimmt, hauptsacheer kann einen spannenden Match schauen? Warum müssen aber die Fanzüge immer ein Extrazügli machen? Wenn sie die Offiziellen Wege nehmen würden, wäre die Akzeptanz in der Bevölkerung sicher grösser. Antworten



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