Bern
Ein Trendgetränk ist in Bern angekommen
Von Hanna Jordi. Aktualisiert am 27.04.2012 1 Kommentar
Die Tapiokaperlen bestehen aus Tapioka - der Stärke der Maniokwurzel. (Bild: zvg)
Cafeteria City West
Laupenstrasse 19
3008 Bern
Der Berner Bubble Tea online
Es ist eine abenteuerliche Trinkerfahrung – denn es gilt, den extradicken Strohhalm auf den Grund des Bechers zu setzen und fest zu saugen, damit die süsse Einlage im Tee auch ihren Bestimmungsort erreicht. Einmal im Mund angelangt, zerplatzen die Saftperlen fast sofort im Mund. Dagegen müssen die Tapiokaperlen – kleine, runde, schlüpfrige Kugeln aus der Stärke der Maniokwurzel – erst zerkaut werden.
Begleitet wird die Fracht von einem Schuss des Tee-Sirup-Milch-Gemischs, das neben den Perlen, die dem «Bubble Tea» seinen Namen geben, den Hauptbestandteil im durchsichtigen Plastikbecher ausmacht.
Die Berner waren schneller
Es ist wohl diesem Trinkerlebnis zuzuschreiben, dass der Bubble Tea derzeit als Trendgetränk gehandelt wird. In den Achtzigerjahren in Taiwan erfunden, hat sich das Getränk in den Neunzigern in ganz China und Südostasien verbreitet. Auch in Deutschland häufen sich inzwischen die Lokale, in denen Bubble Tea angeboten wird.
Seit diesem Frühjahr darf das Getränk auch in der Schweiz geschlürft werden – wie etwa im Sabotai nahe dem Zürcher Hauptbahnhof. Doch die ersten, die den Drink in die Schweiz geholt haben, waren Tuyet und Van Dinh Vo von der Cafeteria City West in Bern: Schon seit Mitte Februar geht bei ihnen der Bubble Tea über die Theke.
Co-Geschäftsführer Van Dinh Vo kennt den Bubble Tea noch aus seiner Heimat Vietnam. «Wenn es den ganzen Tag so heiss ist, dann hat man Lust, etwas Kaltes, Erfrischendes zu trinken», erklärt er den Reiz des Getränks. Bei Familienmitgliedern, die in Deutschland eine Gastrokette führen, konnte er beobachten, wie der Bubble Tea bei der mitteleuropäischen Kundschaft ankam: sehr gut.
«Oft standen die Kunden Schlange, um einen ihrer Bubble Teas zu kriegen», erzählt Vo. Er entschied sich, über seine Verwandten in Deutschland die originalen Zutaten aus Taiwan zu beziehen und den Tee nach Bern zu bringen. Sein Geschäftsvorteil: «Unsere Bubble Teas schmecken wie in Asien, so, wie sie sollten», sagt er.
«Lustig»
Die Cafeteria liegt etwas versteckt in einer Passage im City West. Dennoch haben fünf Jugendliche den Weg ins Lokal gefunden. Vier von ihnen sind bereits Stammkunden, einer von ihnen ist ein Bubble-Tea-Neuling. «Lustig», kommentiert er, als er das Getränk probiert, das ihm Frau Vo gereicht hat. Sie hat zuvor die Tapiokaperlen in den Becher gelegt und mit der Flüssigkeit übergossen: Kalter Schwarz- oder Grüntee, Fruchtsirup, Milch und Eis im Shaker gemixt, bis sich an der Oberfläche ein feiner Schaum gebildet hat, ein bisschen wie bei einem Milkshake. Die Aromen reichen von nature, Melone, Papaya und Litchi bis hin zu Ovomaltine.
«Gerade Kinder und Jugendliche mögen Bubble-Tea sehr», sagt Vo mit Blick auf die junge Kundschaft, die das Geschäft eben verlässt und um ein Kaltgetränk reicher und 6 Franken 50 ärmer ist. «Doch auch als Erwachsener kann man dem Drink noch verfallen sein – ich trinke jeden Tag selbst mindestens einen Bubble Tea.» (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 26.04.2012, 15:53 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
1 Kommentar
Bern
- 17:38Stadt wehrt sich gegen Vorwürfe der«Tanz dich frei»-Organisatoren
- 17:17Zehnjährige Haftstrafe für Nidauer Bordell-Chef gefordert
- 15:16Der Schulversuch ist nur offiziell das grosse Übel
- 14:35«Vollkapitalisierung ist nicht nötig»
- 14:01Berner Qin-Ausstellung knackt 100'000er-Besuchermarke
- 10:14Thuner Zivilschutzanlage Allmendingen wird zur Asylunterkunft
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.
Flugpreise vergleichen
Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.
Online-Wettbewerb
Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.
Alles für Abonnenten und Abonnentinnen
Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".

Bitte warten


























