Bern

Ein Kunsthalle-Besucher kostet hundertmal mehr als ein Buskers-Fan

Von Katja Zellweger. Aktualisiert am 09.10.2012 7 Kommentare

Die Reitschule ist bei den Musterschülern – die hohe Kultur macht hohe Kosten: eine Analyse der städtischen Kultursubventionen.

1/6 Bild: Bund-Grafik

   

Eine Ausstellungsbetrachter kostet die Stadt hundertmal mehr als ein Buskers-Besucher: Bricht man die Subventionen der städtischen Kulturinstitutionen auf den einzelnen Besucher hinunter, ist die Diskrepanz gross.

Spitzenreiter Kunsthalle

Das Buskers-Festival, das Theater an der Effingerstrasse wie auch die Interessengemeinschaft Kulturraum Reitschule Bern (Ikur) können einstellige Frankenbeträge pro Besucher vorweisen; tiefe Zahlen bei publikumsstarken Institutionen. Folglich wirtschaftet die oft gescholtene Ikur ziemlich effizient mit den per einjährigem Leistungsvertrag zugeschriebenen Subventionen. Zumal das Angebot Kino, Konzerte und Restaurantbetrieb umfasst. Die Grosse Halle und das Tojo-Theater erhalten unabhängig davon Beiträge.

Die hohen Pro-Kopf-Beträge korrelieren mit den hohen Ansprüchen der etablierten Aushängeschilder der Kulturstadt Bern. Im Fall des Spitzenreiters Kunsthalle handelt es sich um einen ganzjährig zu unterhaltenden Museumsbetrieb. Werkaufbewarungs und -erhaltungskosten wie auch Personalkosten sind darum wesentlich höher. Im Walser-Zentrum, das ein kleineres Museum betreibt, fliessen die Subventionen vermehrt der wissenschaftlichen Forschung zu. Die hohen Pro-Kopf-Zahlen stehen folglich nicht zwingend für Ausgaben pro Besucher.

Empfänger legen Zahlen vor

Die vorliegenden Zahlen gehen aus dem von der städtischen Präsidialdirektion veröffentlichte Controlling-Bericht 2011 hervor. Dieser informiert über die Leistungsverträge zwischen der Stadt Bern und den von ihr subventionierten Kulturinstitutionen. Ausserdem erläutert der Bericht die Einschätzung grösserer Institutionen bezüglich ihrer Betriebsziele und -projekte.

Das Controllingverfahren der Stadt Bern verläuft seit neuem getrennt von jenem der Regionalkonferenz Bern-Mittelland (RK). Die Institutionen verpflichten sich alljährlich, einen Jahresbericht und die interne Rechnung offenzulegen. (Der Bund)

Erstellt: 09.10.2012, 13:03 Uhr

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7 Kommentare

Franz Stierli

09.10.2012, 15:53 Uhr
Melden 10 Empfehlung 3

Wo ist eigentlich das Stadttheater Bern aufgeführt? Erhält dies keine Subventionen? Antworten


Marco Pfister

09.10.2012, 17:44 Uhr
Melden 3 Empfehlung 2

Eine sehr interessante Grafik, vielen herzlichen Dank. Könnte sie vielleicht noch mit dem Konzerttheater Bern ergänzt werden? Antworten



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