Bern

Die Tage des «Weyerli»-Bads scheinen gezählt zu sein

Von Simon Thönen. Aktualisiert am 16.12.2011 2 Kommentare

In seiner heutigen Form wird das «Weyerli»-Freibad kaum über 2017 hinaus erhalten bleiben – wegen des Gewässerschutzes.

Das Abwasser des Freibad Weyermannshaus bereitet Gewässerschutzprobleme.

Das Abwasser des Freibad Weyermannshaus bereitet Gewässerschutzprobleme.
Bild: Valérie Chételat

Stichworte

In einer Interpellation erkundigte sich Stadtrat Robert Meyer (SD) nach den Neu- und Umbauplänen für das beliebte Freibad Weyermannshaus, die im Sportkonzept der Stadt beiläufig erwähnt sind. Der Bümplizer Stadtrat wollte wissen, ob dadurch der einzigartige Charakter des Bads gefährdet sei.

Dies ist offenbar in der Tat der Fall, wie man der Antwort des Gemeinderats entnehmen kann. Denn das Wasser – oder genauer: das Abwasser – des Bades bereitet Gewässerschutzprobleme. Das chlorhaltige Badewasser wird einerseits direkt ungeklärt in den Stadtbach geleitet. Andererseits versickert es durch die undichten Becken im Boden. Der Kanton fordert, dass diese Probleme bis Ende 2017 behoben sind.

Gerade weil das Freibad die einmalige Form eines sehr grossen Teichs hat, sei eine Sanierung schwierig, schreibt der Gemeinderat. Alle Versuche, die Becken abzudichten, seien bisher fehlgeschlagen. Auch Wasseraufbereitungsanlagen für ein derart grosses Bad gebe es bisher nicht.

Pflanzen als Putzkolonnen

Der Gemeinderat legt sich nicht fest, wie er die Probleme lösen will. Denkbar sei es, das Bad in «einen naturnahen Schwimmteich» umzuwandeln, in dem das Wasser durch Pflanzen gereinigt wird. In diesem Fall könnte die Form des heutigen Bades erhalten werden. Freibäder, die mittels Biologie gereinigt werden, gibt es bereits.

Allerdings ist erneut die Grösse des Weyerlis ein Problem. «Es ist zumindest fraglich, ob in einem Naturbad dieser Grösse bei schönem Sommerwetter und entsprechendem Besucherandrang die notwendige Wasserqualität gewährleistet werden könnte», schreibt der Gemeinderat. (Der Bund)

Erstellt: 16.12.2011, 08:44 Uhr

2

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

2 Kommentare

Jacqueline Gafner

16.12.2011, 10:16 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Bern-West ist der bei weitem bevölkerungsreichste Kreis der Stadt Bern, da darf die Behebung des Problems auch entsprechend kosten, zumal in Bümpliz und Bethlehem überdurchschnittlich viele Familien mit Kindern wohnen, die sich keine Ferien am Meer leisten können und sie im "Weyerli"-Bad verbringen. Bern-West wird sich für sein Bad wehren, der Fall KA-WE-DE hat gezeigt, dass und wie es geht. Antworten


Szabolcs Mihalyi

16.12.2011, 12:49 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Das Weyerli gehört zum Westen Berns wie der Schokoladenduft an Regentagen. Ohne geht es nicht. Es ist im Sommer ein beliebter, wenn nicht der beliebteste Treffpunkt für Bümpizer und Bethlehemer jeden Alters. Antworten



Bern

Populär auf Facebook Privatsphäre

Telefonbuch

Marktplatz

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

Remund führend in Werbetechnik

Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.