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Die «Bund»-Prognose: Amstutz holt vor Wyss am meisten Stimmen

Von Rudolf Burger. Aktualisiert am 03.01.2011 2 Kommentare

Das Rennen um den frei werdenden Berner Ständeratssitz ist eröffnet. Gemäss einer Analyse der Resultate der Nationalratswahlen 2007 ist Adrian Amstutz Favorit für den ersten Wahlgang vom 13. Februar 2011. Doch ist ein zweiter Wahlgang wahrscheinlich.

Adrian Amstutz von der SVP wird aller Voraussicht nach den ersten Wahlgang gewinnen. (Keystone)

Adrian Amstutz von der SVP wird aller Voraussicht nach den ersten Wahlgang gewinnen. (Keystone)

Vier Personen – Christa Markwalder (FDP), Ursula Wyss (SP), Adrian Amstutz (SVP) und Marcel Jost (EVP) – möchten am 13. Februar den Berner Ständeratssitz von Simonetta Sommaruga erben. Wer gewählt werden will, muss am 13. Februar das absolute Mehr, das heisst die Hälfte plus eine aller abgegebenen gültigen Stimmen erreichen – das liegt wohl für alle vier ausser Reichweite. Es gibt also zwei ziemlich sichere Prognosen für diese Ersatzwahl: Das Rennen wird erstens nicht schon am 13 Februar, sondern erst im zweiten Wahlgang am 6. März entschieden. Und zweitens: Marcel Jost, der Kandidat der EVP, ist chancenlos. Ihn hat die Partei vermutlich nur deshalb nominiert, um ihn und die EVP für die Nationalratswahlen im Herbst ins Gespräch zu bringen – in der Hoffnung auf ein zweites Nationalratsmandat.

Amstutz’ Stärke: Die stärkste Partei

Wer aber von den übrigen drei hat die besten Karten? Alle vier Ständeratsaspiranten waren auch Kandidaten der Nationalratswahlen 2007. Eine «Bund»-Analyse dieser Ergebnisse zeigt, dass Amstutz zumindest für den ersten Wahlgang die besten Chancen hat: Er hat 2007 die klar höchste Stimmenzahl erzielt und kann sich auf die stärkste Partei, die SVP, abstützen. Allerdings: Punkto Panaschierstimmen, des Gradmessers für die Popularität ausserhalb der eigenen Partei, wurde Amstutz bei den Nationalratswahlen von Markwalder und Wyss deutlich übertroffen; beide haben insbesondere bei den Anhängern der Grünen, der CVP und den parteiungebundenen Wählern wesentlich besser abgeschnitten. Amstutz’ Rivalinnen sind aber auch nicht ohne Handicap, ihre Parteien, FDP und SP, haben in vergangenen Wahlen Verluste hinnehmen müssen.

Für den ersten Wahlgang am 13. Februar prognostiziert der «Bund», dass sich Amstutz vor Wyss klassieren wird. Für den allfälligen zweiten Wahlgang am 6. März wird sich die Frage stellen, ob beide bürgerlichen Kandidaten noch einmal antreten werden.

Bundesräte als Wahlhelfer

Angeheizt wird der Wahlkampf durch Bundesräte: Simonetta Sommaruga wirbt auf einem Prospekt für Wyss, worauf sich Markwalder auf einem Flyer die Unterstützung von Johann Schneider-Ammann attestieren liess. Einmal mehr stellt sich die Frage, ob sich Bundesräte in Wahlkämpfen engagieren dürfen. (Der Bund)

Erstellt: 03.01.2011, 06:47 Uhr

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2 Kommentare

Arnold Armin

14.01.2011, 09:41 Uhr
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Für das Bernerfussvolk hätte es nur Nachteile, wenn herr Amstutz gewählt würde Als Unternehmer und Wirschaftverteter sieht er nicht in die zunehmende Probleme der unteren Mittelschicht hinein. Ursual Wyss sieht und kämpft für die Anliegen des Volkes. Viele leiden unter zu hohe Mieten, Krankenkassenprämien und zu niedrige Löhne. Kommt man mit einem Monatslohn von Fr. 3000 in der Stadt durch? Antworten


Marc Moser

14.01.2011, 11:48 Uhr
Melden

Für das Bernerfussvolk hätte es nur Nachteile, wenn Frau Wyss gewählt würde. Als Profipolitikerin und $ozialistin sieht nicht in die zunehmende Probleme der unteren Mittelschicht hinein. Adrian Amstutz sieht und kämpft für die Anliegen des Volkes. Viele leiden unter zu hohe Mieten, Krankenkassenprämien und zu niedrige Löhne. Antworten



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