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Bern

«Der Stadtberner Markt ist vergleichsweise entspannt»

Von Bernhard Ott. Aktualisiert am 25.07.2011 2 Kommentare

Trotz steigender Preise gibt es in der Stadt Bern nach wie vor bezahlbares Wohneigentum für mittlere Einkommen.

Im Vergleich zu den Grosszentren Genf und Zürich erschwinglich: Eigenheime in Bern.

Im Vergleich zu den Grosszentren Genf und Zürich erschwinglich: Eigenheime in Bern.
Bild: Valérie Chételat

Im letzten Jahrzehnt sind die Preise für Eigentumswohnungen in der Schweiz um 50 Prozent angestiegen. Laut Patrick Schnorf vom Beratungsunternehmen Wüest & Partner ist dies vor allem auf die starke Nachfrage im Zuge der hohen Zuwanderung und der tiefen Hypothekarzinsen zurückzuführen.

Gemäss dem aktuellen Immo-Monitoring von Wüest & Partner sind die Preise vor allem in «ausgewählten regionalen Hotspots» am steigen. Dabei handelt es sich laut Schnorf vor allem um die Grosszentren Genf und Zürich mit ihrem grossen Arbeitsplatzwachstum. Ein Blick auf die Quadratmeterpreise von Eigentumswohnungen in den Quartieren der Grossstädte zeige, dass der Stadtberner Markt «vergleichsweise entspannt» sei, sagt Schnorf.

Zürich fast doppelt so teuer

Auch der sogenannte Transaktionspreisindex, mit dem Wüest & Partner rund die Hälfte aller Handänderungspreise in der Schweiz erfasst, zeigt kein dramatisches Bild: So muss man für eine 5- bis 61/2-Zimmer-Wohnung in der Gemeinde Bern zurzeit durchschnittlich 720'000 Franken hinblättern. Dabei müsste ein Kaufinteressent bei einem Eigenkapitalanteil von 30 Prozent 216'000 Franken beisteuern. «In der Stadt Bern gibt es Objekte, die auch bezahlbar sind», sagt Schnorf. In der Stadt Zürich müsste man für ein Objekt in derselben Grösse zurzeit 1,3 Millionen Franken hinblättern.

Preisdämpfende Burgergemeinde

Ein speziell bernischer Faktor, der preisdämpfend wirkt, ist die Burgergemeinde. Die 100 Wohnungen der dritten Wohnbauetappe im Gebiet Baumgarten-Ost, die zurzeit im Bau ist, waren innert kürzester Zeit verkauft. Ein Grund hierfür dürfte sicher das Verbilligungskonzept sein, das bei allen drei Etappen der Überbauung auf Burgerland zum Tragen kam. Die Wohnungen sind durch À-fonds-perdu-Beiträge vergünstigt. Zudem weisen sie einen relativ einfachen Ausbaustandard auf. (Der Bund)

Erstellt: 25.07.2011, 12:46 Uhr

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2 Kommentare

David Kocher

25.07.2011, 12:49 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Wer will schon in Zürich oder Genf wohnen? Bern ist die schönste Stadt der Welt... Antworten


Peter Müller

25.07.2011, 22:14 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Die Burgergemeinde hat sich ein soziales Deckmäntelchen umgehängt, und alle fallen darauf herein. In Tat und Wahrheit gibt sie das Land nur im Baurecht und zu indexierten Baurechtszinsen ab. Das heisst, der Käufer ist der Inflation ausgeliefert und partizipiert nicht an der Wertsteigerung des Bodens, wogegen sich das Haus bzw. die Wohnung mit der Alterung entwerten .... Antworten



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