Der Kampf ist zu Ende: Akram Raza Khan ist ausgeschafft worden
Von Martin Zimmermann. Aktualisiert am 30.09.2011 4 Kommentare
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Fast ein Jahr lang kämpfte der Flüchtling Akram Raza Khan dafür, hier in der Schweiz bleiben zu dürfen. Am Donnerstag hat dieser Kampf ein jähes Ende genommen: Der Inder wurde um 5 Uhr in der Früh im Durchgangszentrum Lyss von den Behörden abgeholt und vom Flughafen Zürich nach Madrid ausgeflogen. Dies berichtet ein Mitarbeiter des Durchgangszentrums, der nicht namentlich genannt werden möchte, dem «Bund». Khan habe panisch reagiert, aber keinen Widerstand geleistet. Michael Glauser vom Bundesamt für Migration bestätigt auf Anfrage die Ausschaffung, möchte sich aber nicht detailliert zum Fall äussern. Die spanischen Behörden hätten dem Transport zugestimmt und seien jetzt für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig.
Khan hatte grosse Angst davor, ausgewiesen zu werden. Der aus dem ländlichen Bundesstaat Uttar Pradesh stammende 33-Jährige befindet sich auf der Flucht vor der Organhandelmafia. Diese hatte ihm vor 13 Jahren ohne sein Wissen eine Niere entnommen. Khan weigerte sich, Schweigegeld anzunehmen. Er ging vor Gericht, erzählte seine Geschichte den Medien – und schuf sich so mächtige Feinde: Die Mafia verübte ein Säureattentat auf ihn; vermutlich hat sie auch seinen Vater auf dem Gewissen.
Furcht vor Anschlag in Spanien
Im November 2010 reiste er via Spanien in die Schweiz ein und beantragte Asyl. Die Behörden lehnten sein Gesuch ab – mit der Begründung, als Schengenland sei Spanien für das Gesuch verantwortlich. Dort fühlt sich Khan allerdings nicht sicher. Er soll während seines Aufenthalts im letzten Jahr einen Drohanruf der Organmafia erhalten haben – überprüfen lässt sich das nicht.
Khans Aufenthaltsbewilligung wäre eigentlich noch bis Februar 2012 gelaufen. Insofern sei die Ausschaffung überraschend gekommen, sagt der Mitarbeiter des Durchgangszentrums. Möglicherweise sei die schlechte psychische Verfassung des Asylbewerbers der Grund für den plötzlichen Vollzug gewesen: «Er hat zuletzt stark abgebaut. Die Ungewissheit machte ihm zu schaffen.» Die rasche Ausschaffung sei insofern vielleicht das Beste gewesen für Khan. Jetzt herrsche für ihn wenigstens Klarheit. (Der Bund)
Erstellt: 30.09.2011, 09:48 Uhr
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4 Kommentare
Gut, stoppt die Masseneinwanderung... Da Herr Khan nun ausgeschafft wurde, reicht auch wieder der Platz und der Strom. Zudem ist die Kriminalität nahezu auf 0 gesunken. Was ist schon der Kampf eines einzelnen Mannes gegen das organisierte Verbrechen?! Das bringt ja eh nichts und es passt schon, sich hier nicht einzumischen. Die Schweiz muss neutral bleiben. Juhuii, ich geh nun ein Auto kaufen. Antworten
Lieber noch einige Steuerflüchtlinge und dubiose Geldsäcke aufnehmen und womöglich noch pauschal besteuern, als ein armes "Schwein", das nur kostet und womöglich noch Probleme mit dem Exportland Indien verursachen könnte,.hier zu behalten... Es ist zum Ko...,.hier wird schnell gehandelt, wie hätte es wohl ausgesehen, wenn er Geld für ein paar Anwälte gehabt hätte? Eine wirklich stolze Leistung.. Antworten
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