Das blaue Wunder
Von Simona Benovici. Aktualisiert am 04.10.2011 4 Kommentare
Vorneweg sei eines klargestellt: Die blauen, in der Nacht leuchtenden Sitzelemente am Turnweg wurden 2009 der Verkehrssicherheit und nicht der Kunst wegen installiert. Die Schulkinder vom angrenzenden Breitenrain-Schulhaus sollten die Fahrbahn zum gegenüberliegenden Spielplatz ohne Probleme queren können. Die Autofahrer ihrerseits sollten durch die unorthodoxe Raumgestaltung zu mehr Vorsicht angehalten werden.
Klammheimlich sechs neue Klötze
Zwei Jahre später nun entpuppt sich die 300'000 Franken teure Lösung – die notabene sowohl Verkehrsexperten als auch Landschaftsarchitekten beschäftigte und den Schlusspunkt einer neunjährigen Diskussion markierte – als Teil eines neuen Problems: Die Autofahrer finden vor lauter Klötzen und Bodenmarkierungen die Fahrbahn nicht mehr. Das Resultat: desorientierte Automobilisten, irrtümlich parkierte Fahrzeuge und umgefahrene Klötze.
Die Stadt Bern fackelte deshalb nicht lange und hat klammheimlich sechs zusätzliche Klötze installiert. So soll wieder eine «strassenähnliche Situation» hergestellt werden, wie bei den Stadtbauten Bern auf Anfrage zu erfahren war. Mehr Klötze, mehr Verkehrssicherheit. Logisch. (Der Bund)
Erstellt: 04.10.2011, 08:03 Uhr
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4 Kommentare
Sind diese durchgezogenen blauen Linien überhaupt Euro-konform? Durchgezogene Linien dürfen generell nicht überfahren werden. Was hier sichtbar ist grenzt an ein Chaos in Sachen Linien sowie deren Farbe. Die blauen Satte-Klötze dürften nur dann ein Problem darstellen, wenn die Fahrbahn rutschig ist. Antworten
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