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Bern

«Das Ständeratsrennen ist im zweiten Wahlgang offen»

Von Simon Thönen. Aktualisiert am 24.10.2011 2 Kommentare

Für den Politologen Georg Lutz hat Hans Stöckli (SP) im zweiten Wahlgang weiterhin Chancen auf einen Ständeratssitz.

1/9 Werner Luginbühl ist erleichtert über das gute Abschneiden.
Bild: Manu Friederich

   

Politologe Georg Lutz. (Bild: Manu Friederich)

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Ständeratswahlen

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Die Resultate der Wahlen in die kleine Kammer.

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Bei den Berner Ständeratswahlen hat es im ersten Wahlgang kein Kandidat geschafft – hat Sie etwas am ersten Durchgang überrascht?
Interessant ist, wie nahe Werner Luginbühl (BDP) und Adrian Amstutz (SVP) beieinanderliegen. Im Vorfeld hatte man es ja sogar für möglich gehalten, dass Amstutz es im ersten Wahlgang schaffen könnte. Dies hat er deutlich verfehlt. Ein wenig überraschend ist auch, dass der Grüne Alec von Graffenried doch sehr klar schlechter abgeschnitten hat als Hans Stöckli (SP). Und bemerkenswert ist schliesslich, dass die FDP, die jahrzehntelang einen Ständerat stellte, nach der Ständerats-Ersatzwahl diesen Frühling nun schon zum zweiten Mal hintereinander ohne jede Chance blieb.

Die beiden Bisherigen Amstutz und Luginbühl liegen deutlich vorn. Können sie sich nun zurücklehnen? Nein. Wahrscheinlich werden sich nach der FDP auch die Grünen zurückziehen. In einer Ausmarchung zwischen drei Kandidaten wird es stark darauf ankommen, wie viele bürgerliche Wähler auch wirklich das bürgerliche Ticket Amstutz-Lugin­bühl wählen. Können sich die beiden Kandidaten, die sich ja spinnefeind sind, überhaupt zu einem gemeinsamen Wahlkampf zusammenraufen?


Wie schätzen Sie die Erfolgschancen der beiden Bürgerlichen ein?
Amstutz ist alles andere als sicher gewählt. Luginbühl hat die besseren Ausgangschancen, weil ihn wahrscheinlich doch viele SVP-Wähler auch aufschreiben werden. Auch viele gemässigte Linke dürften ihn neben Stöckli auch noch wählen.

Stöckli von der SP liegt rund 14?000 Stimmen hinter Amstutz und Luginbühl. Kann er noch aufholen? Die Ausgangslage ist sehr offen, denn die Differenz ist nicht riesig. Wenn zum Beispiel alle jene, welche die EVP-Kandidatin Marianne Streiff wählten, im zweiten Wahlgang Stöckli wählen, sieht es für ihn schon recht gut aus. Entscheidend ist einerseits die Mobilisierung der Parteien im zweiten Wahlgang. Andererseits eben die Frage, ob ein bürgerliches Zweier-Paket zustande kommt. Schaffen es die SVP, die BDP und auch noch die FDP wirklich, über ihren Schatten zu springen und Amstutz und Luginbühl zu unterstützen? Und vor allem: Folgen ­ihnen ihre Wähler?

Amstutz und Luginbühl haben sich ja im ersten Wahlgang gemeinsam auf Plakaten präsentiert, obwohl sie sich persönlich nicht mögen.
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich die beiden auch im zweiten Wahlgang zusammenraufen – zumindest offiziell. Nicht sicher bin ich aber, ob ihre Wähler ihnen folgen. Bei den letzten Regie­rungsratswahlen folgten viele bürgerliche Wähler der geschlossen bürgerlichen Wahlempfehlung ja auch nicht.

Was kann Stöckli tun, um die Differenzen zwischen den bürgerlichen Kandidaten auszunutzen?
Was er schon bisher tat: sich als breit wählbarer Mann der politischen Mitte präsentieren.

Wagen Sie eine Prognose für den zweiten Wahlgang?
Ich würde auf keinen dieser drei Kandidaten eine gute Flasche Wein wetten. Natürlich sind die zwei Bisherigen traditionell im Vorteil, diesen halte ich aber nicht für riesig. Eine nicht allzu teure Flasche Wein würde ich am ehesten auf Luginbühl wetten. (Der Bund)

Erstellt: 24.10.2011, 08:58 Uhr

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2 Kommentare

Maz Hess

26.10.2011, 14:05 Uhr
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Wenn amstutz nicht gewaehlt wird, zahlt er den hoechst moeglichen preis: vier wahlkaempfe in 7 monate und nichts gewonnen. Lediglich seinen nationalratssitz verloren. Da wuerde er sogar mir - ein bekennender amstutzhasser - Leid tun. Antworten


Armin Arnold

15.11.2011, 07:55 Uhr
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Es bleibt zu hoffen, dass das Bernervolk einsieht, dass zwei Bürgerliche Ständeräte nielmals alle Bedürfnisse abdecken. Hans Stöckli SP gehört in den Ständerat. Er hat grosse poltische Erfahrungen, ist pragmatisch, des weitern zeichnen in weiterer sehr wertvolle Fähigkeiten aus. Er ist auch in menschlicher Hinsicht ok Antworten



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