Das Berner Papageitaucher-Küken
Aktualisiert am 11.08.2011 1 Kommentar
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Dem Tierpark Dählhölzli gelang, was bislang kein Zoo in Europa zustande brachte: die erfolgreiche Nachzucht des Pulcinella di mare. Auch Fratercula arctica genannt - oder Papageitaucher.
Die Geschichte der geglückten Geburt begann im März 2009 mit der Eröffnung der Papageitaucher-Halle. Die Halle gehört zu den «nordischen Anlagen» im Dählhölzli und ist eine kostspielige Sache. Denn die Haltung der Papageitaucher sei technisch aufwendig und anspruchvoll, schreibt der Tierpark in einer Mitteilung vom Donnerstag. Eine Windanlage sowie eine Wellenmaschine stehen für das Wohlsein der Vögel bereit und die Anlage ist mit Felsen bis 8 Meter Höhe und 360 Kubikmeter sauberem Wasser ausgestattet.
Das zweite Ei sollte das erste werden
Eigentlich hatte der Tierpark auf 2015 mit den ersten Eiern gerechnet. Denn erst mit vier Jahren sind die Tiere gemäss Lehrbuch geschlechtsreif. Nun lag aber bereits am 12. Juni diesen Jahres das erste Papageitaucher-Ei in einer der Nestboxen. Noch im selben Monat doppelte ein anderes Brutpaar des offenbar frühreifen Federviehs nach. Und das zweite Ei sollte das erste werden.
Während sich das erste Ei als unbefruchtet erwies, hatte es beim zweiten eingeschlagen. Am 25. Juli, nach insgesamt vierzig Tagen Brutzeit - davon 21 im Brutschrank - war es dann soweit: Der erste kleine Papageitaucher von Bern erblickte das Licht der Welt. Benannt wurde es auf den stimmigen Namen «La Prima».
Viermal pro Tag ist Fütterungszeit
Bislang wachse und gedeihe das Küken unter den Händen von Hansueli Blatter und Bruno Häusler ausgezeichnet, lässt der Tierpark in der Mitteilung verlauten. Viermal pro Tag werde es gefüttert. Auf der Speisekarte des Jungvogels stehen mit einem kleinen Fisch angereicherte Futterwürfel.
Sein Gewicht hat sich dank der häufigen Nahrungsaufnhame in den zweieinhalb Wochen seit der Geburt bereits verdreifacht: Aus den anfänglichen 56 Gramm wurden 152 Gramm Körpermasse.
In der freien Wildbahn können die Vögel bis zu zwanzig Jahre alt werden. Bei dem Glück des Tierparks im Umgang mit den Papageitauchern darf «La Prima» getrost ein langes Leben prophezeit werden. (dam/pd)
Erstellt: 11.08.2011, 15:52 Uhr
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