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Bern

Club-Sterben: Wird jetzt die Aarbergergasse geklont?

Von Christoph Lenz. Aktualisiert am 20.01.2012 13 Kommentare

Der Gemeinderat sucht Lösungen für das Berner Nachtleben. Er prüft die Schaffung neuer «Ausgehmeilen».

Die Aarbergergasse gilt als die bisher einzige «Ausgehmeile» Berns.

Die Aarbergergasse gilt als die bisher einzige «Ausgehmeile» Berns.
Bild: Manu Friederich

Die Botschaft datiert vom 14. Dezember 2011. Doch wenn sie heute vom Ratssekretariat veröffentlicht wird, kommt sie genau zum richtigen Zeitpunkt. Seitdem das Kornhausforum am Mittwoch mitgeteilt hat, ab sofort würden im alten Gemäuer keine Partys mehr stattfinden, kocht der Unmut des Ausgehvolks wieder hoch. Was der Gemeinderat nun als Antwort auf die Interpellation «Lässt der Gemeinderat das Berner Nachtleben einfach vor die Hunde gehen . . .», die im Sommer 2011 von Manuel C. Widmer (GFL) und sieben weiteren Stadträten aller politischer Couleur eingereicht wurde, vorlegt, könnte die Gemüter wieder etwas beruhigen.

Denn: Der Gemeinderat gibt sich konziliant, zumindest in einem Punkt. So erklärt die Stadtregierung in ihrer Antwort, sie prüfe, ob es in der Stadt Bern möglich sei, an weiteren Standorten «Ausgehmeilen» planerisch festzulegen. Als Ausgehmeile wurde bislang stets die Aarbergergasse bezeichnet. Entscheidend ist, wie der Pilotversuch mit dem Security-Konzept Obere Altstadt Nord verläuft. Sollte das Konzept sich als «geeignet zur Verhinderung und Verminderung von Sekundärlärm» erweisen, könnte es auch «für weitere Orte» angewandt werden, schreibt der Gemeinderat.

Ansonsten bleibt die Stadtregierung standfest. Weiterhin ist sie der Meinung, dass die Stadt Bern mit an Wochenenden über 100 Überzeitbewilligungen pro Tag ein attraktives Nacht- und Kulturleben biete. Dieses müsse aber «im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten realisiert werden». Ferner wird darauf verwiesen, dass nicht nur Lokale verschwänden, sondern stets auch neue hinzukämen. (Der Bund)

Erstellt: 20.01.2012, 06:49 Uhr

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13 Kommentare

Jonathan Grundig

20.01.2012, 10:25 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Der Berner Gemeinderat hat leider einfach etwas nicht kapiert: Es braucht keine zweite "Ich-sauf-mich-ins-Komma"-Meile mit Lokalen die einen auf Disco-Mainstream-Pop machen. Was es braucht ist ein vernünftiges Lärmreglement welches ein Angebot mit Konzerten und Live-Bands / DJs erlaubt. Noch einen zweiten und dritten Propeller braucht es wirklich nicht - aber wieder ein Sous-Soul. Antworten


Remo Weber

20.01.2012, 14:57 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Ich begreife diese Leute einfach nicht, die in die Stadt ziehen, und sich danach über den Lärm beschweren! Wo ist euer gesunder Menschenverstand? Ich ziehe auch nicht aufs Land und beschwere mich danach über muhende Kühe (welche zudem noch ganz arg viel CO2 produzieren)! Antworten



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