«Aufgetischt»: Heilendes Essen im WG-Zimmer
Von Lisa Stalder. Aktualisiert am 15.08.2011 1 Kommentar
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Die Rechnung, bitte
Karte: Singhalesische Curryspezialitäten; mittags werden jeweils fünf verschiedene Menüs angeboten, darunter mindestens ein vegetarisches.
Preise: Mittagsmenüs zwischen Fr. 15.– (vegetarisch)
und Fr. 18.50 (Lamm). Studierende erhalten Rabatt von Fr. 3.–
Kundschaft: Gesundheitsbewusste, Studierende, Dozierende und Indien-Begeisterte.
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 11 bis 14 und von 18 bis 23 Uhr.
Adresse: Curry Legend, Länggassstrasse 32, 3012 Bern, Telefon 031 302 39 59; Internet: www.curry-legend.ch.
Zugegeben: Der Begriff Ayurveda-Küche lässt das Schlemmer-Herz nicht gerade höher schlagen. Denn noch immer denken viele – zumindest in unseren Breitengraden –, dass dies nur etwas für Esoterik-Freaks und Asketen ist. Laut Definition ist Ayurveda nichts anderes als eine indische Heilkunst. Zeit also, sich eines Besseren belehren zu lassen. Ein idealer Ort dafür ist das Restaurant Curry-Legend in der Länggasse. Gemäss Eigenwerbung ist es das einzige Restaurant in Bern, das ceylonesische ayurvedische Curryspezialitäten anbietet.
Von aussen wirkt das Restaurant etwas unscheinbar; die Fenster sind mit Tüchern verhängt, was den Blick ins Innere erschwert. Die Eingangstüre aus Holz lässt einen glauben, dahinter befi nde sich ein normaler Hausgang. Doch weit gefehlt: Was man beim Öffnen erblickt, ist alles andere als alltäglich. An den Wänden des Lokals hängen farbige Batiktücher, auf Regalen stehen geschnitzte Holzfiguren aus Sri Lanka. Das häufi gste Motiv ist der Elefant – das Symbol der Liebe. Beim Anblick des Interieurs kommen Erinnerungen an Uni-Zeiten hoch: Genau so hat das WG-Zimmer einer Kommilitonin ausgesehen. Der einzige Unterschied: Im Curry-Legend riecht es nach scharfem Essen und nicht nach abgebrannten Räucherstäbchen.
Laut Webseite sind verschiedene Vorspeisen aufgeführt. So zum Beispiel Patis, ein Krapfen gefüllt mit Gemüse, Huhn und einer Kräutercurrymischung, oder Roll, ein panierter Pfannkuchen mit verschiedenen Füllungen. Diese Leckerbissen fehlen auf dem Mittagsmenü. Macht nichts, unser Hunger ist nicht riesig. Im Curry-Legend ist der Name Programm: Von den fünf Mittags menüs sind drei Currys – Chicken (Fr. 17.–), Lamm (Fr. 18.50) sowie vegetarisch (Fr. 15.–); Letzteres wird entweder mit Kichererbsen oder mit Soja serviert. Weitere Menügerichte sind Dosas, indische Pfannkuchen mit Poulet oder Gemüsefüllung. Wir nehmen das Lamm und das vegetarische Curry, dazu ein alkoholfreies Ginger Beer (Ingwer) aus der Dose und einen Grüntee aus der PET-Flasche.
Nach wenigen Minuten steht das Essen auf dem Tisch: Die Teller sind gut gefüllt mit dem Curry, Dahl und frischem Currygemüse. Das Essen ist gut gewürzt, aber nicht allzu scharf, gerade so, dass der Schweizer Gaumen nicht ins Schwitzen kommt. Die Portion ist zwar stattlich, trotzdem hätten wir noch Platz für ein Dessert. Doch wir wollen uns an die ayurvedische Ernährungslehre halten, die besagt, dass man sich nicht völlig satt essen soll. Zum Glück rät sie aber auch dazu, viel zu trinken, weshalb wir uns noch einen äusserst aromatischen ayurvedischen Kräutertee (Fr. 4.50) genehmigen. (Der Bund)
Erstellt: 15.08.2011, 09:58 Uhr
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1 Kommentar
Ich mag indisches und tamilisches Essen, weshalb ein Besuch dieses Lokal mir Vorfreude bereitete. Leider bliebt es bei dabei. Der Gastgeber ist nett und erklärt die Speisen. Was dann auf den Tisch kam war eine Enttäuschung. Das Pouletcurry war wässerig und beinhaltete "nur" eine kleine Hähnchenkeule. Das dazu gerichte Fladenbrot entpuppte sich auch als hartes Stück Scheibe. Lieber 3Doshas. Antworten
Bern
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