Aufgetischt: Auch spätabends noch Nutellabrot
Von Adrian Sulc. Aktualisiert am 21.12.2011 3 Kommentare
Die Rechnung, bitte
Karte und Preise: verschiedene (überbackene) Brote Fr. 4.50 bis 6.50, drei Pasta-Variationen Fr. 17.– bis 19.–, Curry mit und ohne Poulet Fr. 20.–/23.–, Desserts ab Fr. 4.50.
Kundschaft: Paare, Freunde, Arbeitskollegen, meist urban und berufstätig.
Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 17 bis 23.30 Uhr, Donnerstag/Freitag 17 bis 0.30 Uhr.
Adresse: Restaurant Burgunder, Speichergasse 15, Bern, Telefon 031 311'11'15, www.burg-under.ch
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Die Lokale in dieser Strasse zwielichtig zu nennen, wäre übertrieben. Aber viele Lokale an der Speichergasse sind kein Hort von Gemütlichkeit. Das Restaurant Burgunder gegenüber dem Progr-Innenhof bildet eine der löblichen Ausnahmen. Seit bald zwei Jahren wirten Marc Häni und sein Team in diesem Lokal im Haus der Studentenverbindung Burgundia. Es ist eines dieser modernen und doch gemütlichen, kleinen Lokale: Man wähnt sie in an jeder Ecke, findet sie dann aber doch nicht, wenn man einfach etwas Kleines, Feines essen möchte.
Klein, aber mit Auswahl
Den rund 25 Plätzen entsprechend ist die Menükarte bescheiden: Pasta und Curry. Doch macht die schöne Auswahl an Getränken und Zwischenverpflegungen Freude. Auch spätabends gäbe es noch Brot mit Nutella oder mit Pflaumenmus. Der «kleine Blattsalat mit Kernen» (Fr. 7.50) tut es jedoch auch. Die Balsamico-Sauce kommt hier nicht – wie leider so oft – aus dem Gastro-Grosshandel. Die Salat-Variante mit Sherry-Dressing und einem Toast mit Ziegenkäse und Honig (Fr. 15.50) ist für den nächsten Besuch vorgemerkt.
Für die nicht allzu kleine, aber durchaus feine Wein- und Bierauswahl ist die Vinothek Weinerlei zuständig (Biertipp: Appenzeller Schwarzer Kristall und Trois Dammes Pasionaria). Die Vinothek gehört wie der Burgunder, das Le Beizli im Liebefeld, das Könizer Restaurant zum Schloss sowie das Bistro in der Nationalbibliothek zum kleinen Restaurantimperium der KG Gastrokultur GmbH.
Mild und bravDie «Penne mit der legendären Burgunder-Bolognese» (Fr. 19.–) und das rote Curry mit Poulet und Gemüse (Fr. 23.–) lassen auf sich warten. An der Bolognese kanns nicht gelegen haben: Sie köchelte wohl schon seit Mittag auf dem Herd und entfaltet im Gaumen ihr herzhaftes Aroma. Am Curry gibt es nichts zu mäkeln, aber auch nicht viel zu loben: Gemüse und Poulet sind zart, die Sauce ist mild und brav.
Schade hat der Burgunder nicht auch am Wochenende geöffnet. Doch es sind nicht – wie zuerst vermutet – die Herren von der Studentenverbindung, die das Lokal dann benötigen. Es sind die Gastronomen, die so entschieden haben – hoffentlich nicht definitiv. Den samstäglichen Restaurant-Engpass in der Innenstadt würde ein offener Burgunder etwas lindern.
(Der Bund)
Erstellt: 17.12.2011, 15:42 Uhr
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3 Kommentare
Die Herren der Studentenverbindung nutzen am Samstag Abend das Lokal nicht. Einsehbar auf der Homepage. Ausserdem wüsste ich nicht, wieso die Studentenverbindung weg sollte, wenn andere Leute kommen. Es geht sehr gut eines neben dem Anderen. Im Beaulieu hatten die Gäste jeweils viel Freude an uns und ich habe nie ein böses Wort gehört oder das sich jemand beschwert hätte. Aber eben, Vorurteile... Antworten
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