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«Auffrischung täte dem Holligenquartier gut»

Von Simon Jäggi. Aktualisiert am 06.05.2011 1 Kommentar

Der Präsident des Quartiervereins Holligen über das Für und Wider der Planung Holligen.

Urs Emch: Der 68-jährige pensionierte Bauingenieur ist Präsident des Quartiervereins Holligen-Fischermätteli. (zvg)

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Im Nein-Komitee gegen die Planung Holligen engagieren sich Anwohner, auf der anderen Seite unterstützt der Quartierverein die Vorlage – wo steht das Quartier nun eigentlich?
Wir wissen, dass die Planung gewisse Nachteile für Direktbetroffene erzeugt. Wir haben aber eine Abwägung gemacht und sind überzeugt, dass die Interessen des Gesamtquartiers Vorrang haben.

Das Nein-Komitee führt an, das Familiengartenareal stelle eine grüne Lunge dar – bedauern Sie den Verlust des Grüngürtels nicht?
Der Grüngürtel wird durch die Überbauung nicht substanziell verkleinert – er bleibt weitgehend erhalten. Zudem wird ein neuer Park entstehen, der nicht nur privaten Nutzern dient, sondern der gesamten Quartierbevölkerung. Man muss auch die Relationen sehen: In Holligen ist man ohnehin an jedem Punkt nicht länger als zehn Wegminuten vom Wald entfernt. In diesem Raum ist kein Mangel an Grünfläche vorhanden.

Die Gegner sagen, der Park werde eine unbelebte Planungsleiche.
Da haben wir einen anderen Eindruck. Holligen ist heute ein heterogenes Quartier ohne Mitte. Wir hoffen sehr, dass der Park eine Art Mittelpunkt werden wird, ein Treffpunkt für alle. Von den Familiengärten hat das Quartier wenig.

Aber einige Quartierbewohner verlieren ihren Schrebergarten.
Viele der Gartenbesitzer sind Auswärtige. Nach Auskunft der Stadt wird niemand, der im Quartier selber wohnt, hier seinen Familiengarten verlieren.

Hat sich das Quartier denn in die Planung einbringen können?
Seit Jahren nehmen wir an Workshops und Besprechungen teil. Wir haben uns eine Wasserfläche gewünscht, was jetzt vorgesehen ist. Holligen war einst ein Wasserquartier. Der Name hat eine Verbindung zum Namen Holland. Das Wasser wird Anziehungspunkt sein – und passt zur historischen Identität.

Die Gegner argumentieren, dass hier kein billiger Wohnraum entsteht wie versprochen.
Das ist tatsächlich nicht sicher. Es ist aber zu hoffen, dass die Wohnungen in einer Preislage sind, dass jüngere Familien herziehen. Dem Quartier täte eine Auffrischung gut. Im Brunnmattschulhaus ist zum Beispiel der Anteil fremdsprachiger Kinder enorm hoch.

Für Gemeinderat und Parlament ist vor allem die Verdichtung wichtig.
Das Areal ist enorm verkehrsgünstig gelegen, zum ÖV sind es nur ein paar Schritte. Wir können einen kleinen Beitrag leisten, um zu verhindern, dass noch mehr Leute in die Agglomeration ziehen und via Pendlerströme wieder in die Stadt hereinkommen. Dieses Projekt ist eine Chance für die ganze Stadt, die man jetzt packen sollte. (Der Bund)

Erstellt: 06.05.2011, 07:52 Uhr

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1 Kommentar

Susi Lemp

06.05.2011, 12:59 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Erstens besitzen die Leute den Garten nicht, sondern pachten ihn. 2 Drittel der PächterInnen wohnen im Quartier. Es ist nicht nachvollziehbar, dass als erstes die Gärten aufgehoben werden sollen, wenn doch auf dem KVA-Areal viermal so viel Wohnraum erstellt werden kann. Antworten



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