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Bern

Auf der Grossen Schanze wird es eng

Von Fiona Ziegler. Aktualisiert am 29.07.2010 1 Kommentar

Ab heute wird die Grosse Schanze noch stärker belebt: Das Freiluftkino ergänzt die beiden Sommerstrände.

Blick auf die Grosse Schanze in Bern. (adi)

Blick auf die Grosse Schanze in Bern. (adi)

Auf der Grossen Schanze wird das Gedränge noch grösser: Neben den beiden Standanlagen City-Beach und Summer-Beach, die seit Anfang Juni in Betrieb sind, öffnet heute Abend auch das Open-Air-Kinofestival – die 20. Auflage. Das Orange-Cinema dauert bis zum 29. August. Die intensivere Nutzung der Grossen Schanze findet Orange-Sprecher Daniel Frischknecht gut. Befürchtet er keine Störungen durch die Musikanlagen der Lounge-Einrichtungen? Der Orange-Sprecher verneint: «Ich habe den Eindruck, dass wir gut nebeneinander wirtschaften können.» Live-Musik gibt es auch im Kino: Am 27. August wird Charlie Chaplins Meisterwerk «Modern Times» gezeigt – mit Begleitung des Basler Symphonieorchesters. «Das gab es in der Schweiz unter freiem Himmel noch nie», versichert Frischknecht. Der Vorverkauf sei gut angelaufen, und Vorstellungen wie «Sex and the City II» sowie der YB-Film seien bereits ausverkauft. Zur heutigen Eröffnung erwartet die Open-Air-Besucher nebst der Vorpremiere des Films «Letters to Juliet» ein Mitternachtsimbiss samt Freibier und einer weiteren Überraschung.

Strände stellen die Musik ab

Um die Filmvorführungen nicht zu stören, verzichten beide Betreiber der Sommer-Strände auf Musikbeschallung. Die Geschäftsführerin des City-Beachs, Morena Neuhaus, sowie Beat Hofer, Geschäftsinhaber des Summer-Beachs, sehen den Kinovorführungen wohlwollend entgegen. «Wir nehmen es als Chance», sagt Neuhaus. Das Open-Air-Kino sei eine zusätzliche Attraktion und unterstütze somit das Ziel, die Grosse Schanze zu beleben. Es sei gut möglich, dass die Kinobesucherinnen und -besucher vor oder nach der Vorstellung beim City-Beach einkehrten. Auch Beat Hofer sagt, es sei ein Nebeneinander und man könne unter Umständen voneinander profitieren: «Wir wollen die Filmvorführungen keinesfalls stören.»

Dealer haben sich zurückgezogen

Hofer zieht eine positive Zwischenbilanz des Sommerprojekts. Die Besucherinnen und Besucher der Strandeinrichtungen hätten die Dealer verdrängt, die früher den Platz in Beschlag genommen hätten. Somit sei der Ort sicherer geworden. Fast täglich komme eine 89-jährige Frau an den Summer-Beach, um Zeitung zu lesen und einen Caipirinha zu trinken. Sie geniesse das sehr, denn in den letzten Jahren habe sie sich kaum mehr auf die Grosse Schanze getraut.

Auch Neuhaus vom City-Beach zieht eine «sehr positive» Zwischenbilanz. Nicht nur die beiden Veranstalter sehen es so: Auch Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) hat den Eindruck, dass die Situation an diesem vormals problematischen Ort aus polizeilicher Sicht besser geworden sei. Die Annahme habe sich in der Tendenz bewahrheitet, wonach sich die Lage dank stärkerer Belebung verbessere. Das Open-Air-Kino werde diesen Effekt noch verstärken. Seitens der Anwohner gebe es seines Wissens keine negativen Reaktionen, sagt der Stadtberner Sicherheitsdirektor.

Parkplatzproblem vergrössert

Grundsätzlich bestätigt dies Beat Wermuth, Vorstandsmitglied der Quartierkommission Länggasse (QLÄ). Eine abschliessende Bilanz lasse sich allerdings erst nach der Sommersaison ziehen. Die QLÄ habe das neue Angebot der beiden Strände begrüsst. Die zunehmende Belebung der Grossen Schanze verursache aber ein Parkplatzproblem. Man wisse von den früheren Kinofestivals, dass Besucher verbotenerweise Parkfelder im Länggassquartier benützten. Bei drei Veranstaltern verschärfe sich die Lage, zudem dauerten die Beach-Projekte den ganzen Sommer. Ist das Bahnhof-Parking stärker ausgelastet? Bei der Bahnhof Parking AG konnte die Frage gestern ferienhalber niemand beantworten. (Der Bund)

Erstellt: 29.07.2010, 07:50 Uhr

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1 Kommentar

Peter Münger

29.07.2010, 08:51 Uhr
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Die verschiedenen Veranstaltungen beleben die Grosse Schanze, vernichtet jedoch auch Raum zum verweilen. Alle Angebote haben Restriktionen (Mindestalter am Beach / Eintritt im Kino). Ausserdem hat sich die Drogenszene (Konsumenten + Händler) ins Quartier verlagert (wir sehen mehr solche um die Häuser schleichen). Stark zugenommen im Quartier hat der Suchverkehr (Lärm) und illegal parkierte Autos. Antworten



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