An der A1 wird ausgiebig gerodet
Von Simon Wälti. Aktualisiert am 19.01.2011 2 Kommentare
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«Es handelt sich um Schutzholzungen», erklärt Petra Maurer, Mediensprecherin des Bundesamts für Strassen (Astra). Man müsse dafür sorgen, dass keine Bäume oder Äste auf Fahrbahn oder Wildschutzzaun fielen. Auf dem Abschnitt zwischen Forsthaus und Neufeld befindet sich das Land beidseits der Fahrbahnen im Besitz der Eidgenossenschaft. Die angrenzenden Waldgebiete gehören der Burgergemeinde Bern. In den letzten Jahren habe man hinsichtlich der Gesamterneuerung weitgehend auf die Heckenpflege verzichtet und nur das «Allernötigste» gemacht, sagt Maurer.
Neuer Wildschutzzaun
Der Wildschutzzaun wird auf seiner ganzen Länge auf beiden Seiten der Autobahn freigelegt. An vielen Stellen waren die Zäune überwachsen. Ein neuer Zaun wird nun oben auf der Böschungskante erstellt. «Auf diesem Abschnitt ist das einwandfreie Funktionieren des Zauns sehr wichtig, um einen Wildwechsel über die Autobahn zu verhindern», erklärt Maurer.
Von den Fällungen ist teilweise auch der Wald der Burgergemeinde Bern betroffen. Allerdings zu einem relativ kleinen Teil, wie Förster Michel von Fischer auf Anfrage sagt. «Über 95 Prozent befinden sich auf dem Boden des Bundes.» Seit dem Bau der Autobahn war die Natur laut von Fischer weitgehend sich selber überlassen worden. Bei einem Kontrollgang seien nun Bäume, welche auf die Fahrstreifen fallen könnten, markiert worden. «Die Sicherheit steht an oberster Stelle.»
Wieder eine Spur weniger
Da das Wetter in den letzten Tagen ideal war zum Holzen, sind die Arbeiten bereits weit fortgeschritten. «Die Forstarbeiten werden laufend ausgeführt. Im Februar müssen wir für die nächste Etappe der Sanierung der Stadttangente bereit sein», sagt Petra Maurer vom Astra. Die Vorarbeiten auf dem Abschnitt Neufeld-Forsthaus stehen an. Baugruben für das Erstellen der neuen Signalportale werden ausgehoben. Zwischen den beiden Anschlüssen gibt es insgesamt sieben neue Signalportale mit Tempolimiten und Wegweisungen. Es handelt sich gemäss Astra um «statische» und «dynamische» Portale, unter letzteren versteht man solche mit veränderlichen digitalen Leuchtanzeigen.
Derzeit rollt der Verkehr über den Felsenauviadukt noch auf allen sechs Fahrspuren. Das hat aber schon bald ein Ende: «In Richtung Zürich wird es wie schon im letzten Jahr eine Spur weniger geben», sagt Maurer. In Richtung Lausanne bleiben alle drei Spuren befahrbar. Bereits im Februar beginnen die Markierungsarbeiten, wann genau, hängt vom Wetter ab.
Zweites Baujahr steht an
Der eigentliche Baustart erfolgt voraussichtlich im März, die Bauphase erstreckt sich bis November 2011. Bei den Auffahrten Neufeld und Forsthaus in Richtung Zürich und Thun kommt wiederum die Rampendosierung zum Einsatz. Das Tempo wird auf 60 Kilometer pro Stunde beschränkt, langsamer, dafür flüssiger, lautet die Devise. Dieses Verkehrsregime habe sich im letzten Jahr in der ersten Hauptbauphase bewährt. «Einerseits zum Schutz der Bauarbeiter, andererseits konnte mit Tempo 60 die Unfallschwere deutlich reduziert und der Verkehrsfluss erhöht werden», teilt das Astra mit.
Die Gesamterneuerung der Stadttangente Bern wird auch 2012 andauern. Eine Reduktion der Fahrspuren auf dem Felsenauviadukt wird aber nicht mehr notwendig sein. Beim Anschluss Wankdorf dauern die komplexen Arbeiten bis in den Herbst 2012 an. Im November 2010 wurde die erste Hauptbauphase abgeschlossen. Im Rahmen der Erneuerung werden rund 10 Kilometer Fahrbahn und über 50 Kunstbauten instand gestellt oder erweitert. Die Kosten betragen rund 400 Millionen Franken.
www.stadttangentebern.ch (Der Bund)
Erstellt: 19.01.2011, 07:00 Uhr
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2 Kommentare
Still und heimlich werden immer Bäume gefällt. Wo werden die wieder aufgeforstet? Wieviel wird der Wald noch verkelinert? Wo sind die Bäume und Sträucher die vor Jahren an der Murtenstrasse gefällt wurden? Statt Bäume dort gibt es teilweise die hässliche Wand, die mehr Lärm und Dreck verursacht. Bern will eine Grüne Stadt sein? Im Leben nicht mehr. Antworten
Bern
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