Bern

Amtsenthebung gegen Pfarrer von Wabern beantragt

Von Lisa Stalder/sda. Aktualisiert am 18.04.2011

Die römisch-katholische Kirchgemeinde Wabern will nicht länger mit ihrem Pfarrer zusammenarbeiten. Der Grund: schwerwiegende Differenzen.

Stichworte

Nach den ganzen Auseinandersetzungen um den Könizer Pfarrer André Urwyler, brodelt es nun in einer anderen Kirchgemeinde: Der römisch-katholische Kirchgemeinderat St. Michael Wabern hat gegen den Waberer Pfarrer Marian Miklaszewski bei der kantonalen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion ein Amtsenthebungsverfahren beantragt. Es geht um Differenzen und nicht um etwas strafrechtlich Relevantes.

Die Katholische Kirche Region Bern schreibt in einem Communiqué vom Samstag, schwerwiegende Differenzen im Pfarreiteam und die damit verbundenen Kündigungen hätten das Pfarreileben gravierend beeinträchtigt. Deshalb habe der Kirchgemeinderat beim Kanton eine unabhängige Untersuchung beantragt.

Von allen Pflichten freistellen

Der nun vorliegende Bericht stelle fest, dass das Führungsverhalten von Pfarrer Marian Miklaszewski klar ungenügend sei. Erhebliche organisatorische und administrative Defizite, diskriminierendes Verhalten gegenüber Mitarbeitenden sowie eine erhebliche Differenz zwischen Eigen- und Fremdeinschätzung zeigten klar auf, dass Miklaszewski für die Leitung eines notwendigen Neuaufbaus in der Pfarrei Wabern nicht infrage komme. Aus dem Bericht gehe hervor, dass Miklaszewski zur aktuellen, sehr schwierigen Situation in der Pfarrei Wabern wesentlich beigetragen habe.

Vor diesem Hintergrund habe der Kirchgemeinderat St. Michael Wabern bei der Kirchendirektion des Kantons Bern die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Miklaszewski beantragt. Um einen Neuaufbau in der Pfarrei baldmöglichst in die Wege zu leiten, stellte der Kirchgemeinderat Wabern gleichzeitig den Antrag, Miklaszewski mit sofortiger Wirkung von all seinen Pflichten freizustellen.

Professionellere Leitung nötig

Der für Bern zuständige Basler Bischof Felix Gmür unterstütze die Bemühungen des Kirchgemeinderates und hoffe, dass eine baldige Lösung zum Wohl der Pfarrei gefunden werden könne, heisst es im Communiqué. Im Weiteren mahnt der Untersuchungsbericht die Katholische Kirche Region Bern an, für eine professionellere Führungskultur besorgt zu sein. Zudem soll die Zuordnung von Zuständigkeiten und Kompetenzen klarer und transparenter geregelt werden. Die verantwortlichen Stellen hätten bereits begonnen, Umsetzungen der Empfehlungen des Berichts an die Hand zu nehmen, hält die Kommunikationsstelle der Katholischen Kirche Region Bern fest.

In einem Schreiben an Eltern, Pfarreimitglieder und Pfarreiräte hatte die Kirchgemeinde Ende Januar mitgeteilt, dass vier Mitarbeitende gekündigt hatten. Darunter sind die Sekretärin des Pfarramts sowie die Verantwortlichen Mitarbeiterinnen für Sozialarbeit und Familienkatechese. Als Grund wurden auch damals «schwerwiegende Probleme und Differenzen im Pfarreiteam» angegeben. (Der Bund)

Erstellt: 18.04.2011, 08:02 Uhr

0

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.
Noch keine Kommentare

Bern

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen


Jetzt wechseln und sparen

Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.

Flugpreise vergleichen

Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.

FÜR MEHR «YESSS!» IM ALLTAG!

Erfahren Sie, wie unsere Services das Leben erleichtern. Jetzt Videos schauen: search.ch/diego

WERBEN SIE ONLINE

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir beraten Sie gerne.

Benegast

Benegast® die erste ganzheitliche Marke für alle Verdauungsprobleme.

Online-Wettbewerb

Wir feiern - Sie profitieren. Einen Tag lang freie Fahrt ab CHF 25.- mit Bahn, Bus und Schiff im gesamten BLS-Gebiet.