Als Ranger durch den Bärenpark streifen
Von Hanna Jordi. Aktualisiert am 10.02.2012 2 Kommentare
Bern geizt nicht mit aparten Stellenprofilen: Wer eine gute Kondition hat, bewirbt sich als Münsterwart, wer etwas von Uhrwerken versteht, wird Wart des Zytgloggeturms. Nun wird die Liste der Dienststellen an Berner Wahrzeichen um ein weiteres Profil ergänzt: Der Bärenpark hat seit Donnerstagmorgen ein Inserat ausgeschrieben, in dem er nach freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für den «Rangerdienst» sucht.
Ein Ranger – englisch für «Parkaufseher» – unterstützt ein- bis zweimal die Woche das Bärenpark-Team bei seiner Arbeit, indem er wissbegierige Besucher mit Informationen versorgt und sicherstellt, dass die Verhaltensregeln auf dem Areal eingehalten werden.
Die Bärenfamilie bindet Kräfte
Bisher leisten das Bärenpark-Team den Service in Eigenregie. Im Hinblick auf die Zusammenführung der Bärenfamilie sei jedoch Verstärkung nötig, sagt Gruppenleiter Walter Bosshard auf Anfrage von DerBund.ch/Newsnet. Die Bärenwärter würden im Tagesablauf vermehrt hinter den Kulissen tätig sein, um zu gewährleisten, dass sich die Bären gut aneinander gewöhnen.
Bisher lebte Bärenvater Finn getrennt von Mutter Björk und den Töchtern Ursina und Berna. Wann genau die Zusammenführung über die Bühne gehen wird, ist noch nicht sicher. «Die Bären diktieren den Zeitplan», so Bosshard, «irgendwann in der wärmeren Jahreszeit wird es der Fall sein.»
Doch was tut ein Ranger genau? Bosshard holt aus: «Es geht nicht nur darum, zu schauen, dass die Besucher die Bären nicht füttern. Ein Ranger sorgt auch dafür, dass die Besucher mit den wichtigsten Informationen versorgt werden.» So müsste er derzeit etwa enttäuschten Touristen erklären, dass es normal ist, wenn die Bären während der Winterruhe ihre Höhlen nur sehr selten verlassen. Ranger-Aspiranten, die mit der Geschichte Berns und seiner Bären noch nicht vollständig vertraut sind, vernehmen das Einmaleins der hiesigen Bärenkultur in einem Einführungskurs.
Dienst in Wind und Wetter
Bereits hat sich der erste Interessent gemeldet. Bosshard hofft noch auf viele weitere. Ein Ranger müsse weder Geschichte noch Zoologie studiert haben, um seinen Job gut zu machen, versichert der Gruppenleiter. Vielmehr müsse sich die Person für Bären interessieren, gerne mit Menschen arbeiten und die eine oder andere Fremdsprache sprechen. «Wetterfest muss sie natürlich auch sein», fügt Bosshard hinzu. Immerhin arbeiten die Ranger bei jedem Wetter an der frischen Luft.
Schutz vor Wind und Wetter verspricht einzig die zur Verfügung gestellte Dienstkleidung mit dem stilechten Tierpark-Logo. Im Dählhölzli werden die freiwilligen Tierpark-Ranger bereits jetzt erfolgreich eingesetzt.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 09.02.2012, 10:47 Uhr
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2 Kommentare
Wieso Freiwillige? Das wären doch ein paar Superjobs. Bezahlen würde das sicher die Burgergemeinde aus der Portokassen oder irgendeinem der hunderten Fondskässeli. Die Freiwilligenarbeit drängt Menschen aus dem Arbeitsmarkt. Das gilt überall! Antworten
Ich finde es peinlich, dass der Bärenpark Freiwillige sucht, anstelle Wächter/Betreuer anzustellen. Zuerst gibt es millionenschwere Nachkredite und dann sucht man Freiwillige. Liebe Bärenparkbesitzer: Gehen Sie doch als Freiwillige arbeiten, damit Sie den Unterschied merken. Oder treten Sie 10% für Ihrem Lohn ab, damit die Betreuer einen Lohn bekommen. Antworten
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