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Bern

Ärger wegen Eingangskontrollen im Progr

Von Christian Brönnimann. Aktualisiert am 08.07.2010 2 Kommentare

Während der Fussball-WM kontrollieren Türsteher der Turnhalle den Eingang zum Innenhof des Berner Künstlerzentrums Progr. Nun gibt es Widerstand aus der Mieterschaft, die freien Zugang zu den Ateliers will.

Sobald es eng wird im Innenhof des Progrs, kommen Türsteher zum Einsatz. (Manuel Gnos)

Sobald es eng wird im Innenhof des Progrs, kommen Türsteher zum Einsatz. (Manuel Gnos)

«Der Innenhof soll eine Oase für die Progr-Künstlerinnen und -Künstler und für die Bevölkerung werden.» So liess sich Susanne Amman, administrative Leiterin des Progr, vor gut zwei Monaten im «Bund» zitieren (siehe Ausgabe vom 28. April 2010). Diesem Ideal wird der Progr in diesen Wochen nicht gerecht. Seit Beginn der Fussball-WM wird bei grossem Besucherandrang nämlich das eine Eingangstor verriegelt. Am zweiten Tor sind Sicherheitsleute der Turnhalle-Bar, in welcher die WM-Spiele live gezeigt werden, postiert, die alle Besucherinnen und Besucher kontrollieren.

Dies gefällt nicht jedermann: «Ich bin als Raummieter oder als Besucher von irgendeinem anderen Anlass, welcher im Progr stattfindet, nicht verpflichtet, mich wegen des WM-Programms der Turnhalle kontrollieren zu lassen. Und schon gar nicht muss ich mir gefallen lassen, dass mir ein mitgebrachtes Getränk weggenommen wird», schreibt ein Progr-Mieter in einem Leserbrief, der direkt an Susanne Ammann gerichtet ist (siehe Ausgabe von gestern). Er bezweifle, dass es die Absicht des Berner Stimmvolks sei, den Hof einem «privaten Anbieter von Getränken zur alleinigen Nutzung zu überlassen», so der Leserbriefschreiber weiter.

Probleme verhindern

Turnhalle-Mitbetreiber Michael Fankhauser nennt auf Anfrage zwei Gründe für die Eingangskontrollen: «Einerseits wollen wir Leute, die betrunken sind oder welchen man ansieht, dass sie möglicherweise Probleme machen, vom Besuch der Turnhalle abhalten», sagt er. Die Präsenz der Türsteher habe auch präventive Wirkung. Andererseits soll verhindert werden, dass Gäste eigene Getränke in den Innenhof und in die Turnhalle mitbringen. Schliesslich lebe die Turnhalle von den Getränkeverkäufen, so Fankhauser. Dem Umstand, dass andere Progr-Mieter von den Kontrollen ebenfalls betroffen seien, habe man zu Beginn nicht genügend Beachtung geschenkt. Inzwischen genüge es für sie, am Eingangstor den Zugangs-Batch zu zeigen, erklärt Fankhauser.

Intern nicht kommuniziert

Susanne Amman unterstützt die Kontrollen und bestreitet den Vorwurf, dass der Innenhof damit von der Turnhalle monopolisiert werde: «Das kann man so nicht sagen. Vielmehr helfen die Kontrollen mit, dass die Veranstaltungen gut und friedlich über die Bühne gehen», sagt sie. Es sei klar abgemacht, dass der Zugang zum Hof nur bis zum letzten WM-Tag kontrolliert und danach die Sondermassnahme wieder aufgehoben werde. Dass der Innenhof grundsätzlich öffentlich zugänglich ist, sei ihr sehr wichtig, sagt Amman: «Das angestrebte Endziel für einen Teil des Hofs ist ein Pärkli für alle.»

Einen kleinen Fehler räumt Amman aber ein: «Die Kontrollen hätten intern vorgängig kommuniziert werden müssen.» Derzeit werde im Progr Aufbauarbeit geleistet, Abläufe und Verantwortlichkeiten seien noch nicht klar bestimmt. Da sei es normal, dass nicht immer alles optimal ablaufe.

Schlüssel zu Poller fehlen noch

In die Kategorie der Kinderkrankheiten fällt auch die Inbetriebnahme der Poller bei den Eingangstoren. Diese wurden Anfang Juni zwar installiert, jedoch haben die meisten Mieterinnen und Mieter noch keinen Schlüssel dazu erhalten. Die Anlieferung von Material und Instrumenten sei deshalb im Moment äusserst umständlich, ist aus Künstlerkreisen zu vernehmen. In diesem Punkt verspricht Amman bereits nächste Woche Besserung. (Der Bund)

Erstellt: 08.07.2010, 16:51 Uhr

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2 Kommentare

Beni Lehmann

01.07.2010, 09:02 Uhr
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Nun, es zeigt sich je länger je mehr, dass die vergangene Abstimmung um den Progr dank dem hohen Engagement der vor Ort anwesenden KünstlerInnen und einer Mehrheit der kulturellen Szene von Bern auf der einen Seite eminent wichtig war, auf der anderen Seite glücklich ausging. Ich mag mir nicht ausmalen, was aus dem Progr geworden wäre wenn dieser Urnengang andersrum ausgegangen wäre. Antworten


Hans Meier

02.07.2010, 10:24 Uhr
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Batch oder Badge? Eines ist eine Windowsstapelverarbeitung, das Andere eine Art Ausweis. Kennt man sich bei fremdsrpachlichen Wörtern nicht so gut aus, so verwendet man doch eigentlich lieber ein deutsches Wort, sollte man meinen. Immerhin wurde nicht "Patch" verwendet, dies wäre noch eine Art Steigerung.. Antworten



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