Zweistündiger Warnstreik
Aktualisiert am 13.02.2012 1 Kommentar
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Im Internat der Nathalie-Stiftung für Behinderte im Berner Vorort Boll haben am Montagnachmittag die zwanzig Angestellten einen Warnstreik durchgeführt.Hinter der zweistündigen Aktion steht ein Konflikt um Arbeitsbedingungen.
Die Gewerkschaft Unia schreibt in einer Medienmitteilung vom Montag, im Internat für neun behinderte Kinder sei in den letzten Jahren vielen Angestellten der Lohn gekürzt worden. Auch sei die Arbeitszeiterfassung mangelhaft und die Leitung habe bisher gewährte Kompensationstage gestrichen.
Der Warnstreik sei aber vor allem durchgeführt worden, weil die Geschäftsleitung der Nathalie-Stiftung noch im Dezember die Bereitschaft zur Ausarbeitung eines Betriebs-Gesamtarbeitsvertrags (Betriebs-GAV) zugesichert habe. Nun wolle sie aber nichts mehr von dieser Zusicherung wissen.
Der Warnstreik endete laut Unia um 16 Uhr, als die behinderten Kinder von der Schule zurückkamen und wieder im Internat betreut werden mussten.
Betriebs-GAV oder Branchen-GAV?
Bei der Nathalie-Stiftung mit Sitz in Gümligen heisst es, die Angestellten seien im November mit teilweise berechtigten Anliegen leider nicht an die Vorgesetzten gelangt, sondern an die Unia. In der Folge habe der Stiftungsrat zugesagt, dass eine Delegation mit der Unia die Probleme bespreche, so der Medienverantwortliche Kurt Marti auf Anfrage.
Die Unia missachte aber, dass letztlich der Stiftungsrat über die angestrebte Vereinbarung zu Arbeitsbedigungen entscheide, nicht die Delegation. Auch stehe in dieser Zusage nichts von einem GAV.
Ohnehin habe der Berner Heimverband der Nathalie-Stiftung empfohlen, wenn schon einen Branchen-GAV zum Thema zu machen, nicht einen Betriebs-GAV. Doch davon wolle die Unia nichts wissen. Deshalb sei die Situation blockiert.
Dazu wiederum sagt Adrian Durtschi, Gewerkschaftssekretär Gesundheit der Unia Region Bern, es gelte jetzt, rasch Lösungen zugunsten des Internatspersonals zu finden. Bis die Verhandlungen für einen Branchen-GAV ein Ende fänden, würde es zu lange dauern.
In einem Communiqué vom vergangenen Mittwoch schreibt die Unia, sie nehme das Angebot des Heimverbands für GAV-Verhandlungen an. (bs/sda)
Erstellt: 13.02.2012, 17:40 Uhr
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1 Kommentar
Es gibt viele Stiftungen die sich für Behinderte kümmern. Die Betreuer sind meist mit Leib und Seele in ihrem Beruf. Leider gibt es zuviele Verwalter und Stiftungsräte die wenig Ahnung des täglichen Ablaufes haben. Und wenn dann ein Betreuern motzt ,wird er gemobbt bis er nicht mehr kann. Zuviele Stiftungen werden zuwenig unter die "Lupe" genommen. Alles wird mit sparen entschuldigt. Antworten
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