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Zollikofer setzen sich für Basisstufe ein

Aktualisiert am 18.03.2013 3 Kommentare

Über 700 Zollikofer haben eine Petition für die Basisstufe unterschrieben. Sie wollen nicht, dass diese im Bildungsreglement der Gemeinde verhindert wird.

Getrennte oder gemeinsame Grundstufe? Schulkinder in Zollikofen.

Getrennte oder gemeinsame Grundstufe? Schulkinder in Zollikofen.
Bild: Manu Friederich

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In Zollikofen kommt es aller Voraussicht nach zu einer Volksabstimmung zur Basisstufe in der Volksschule: Ein überparteiliches Komitee hat am Montag mehr als 700 Unterschriften für ein Referendum eingereicht

Das Referendum richtet sich gegen den Entscheid des Lokalparlaments, im Bildungsreglement die Basisstufe explizit auszuschliessen. Es verankerte Ende Januar in diesem Reglement den Satz: «Die Kindergartenklassen sowie die Klassen des ersten und des zweiten Schuljahrs werden getrennt geführt» und folgte damit einem Antrag des Gemeinderats.

Diese Bestimmung wurde schon an der Parlamentssitzung vor allem von der Linken bekämpft. Am Montag sind nun die Referendumsunterschriften eingereicht worden, wie das Komitee mitteilte und Gemeindeschreiber Roland Gatschet auf Anfrage bestätigte.

Die Unterschriften sind noch nicht beglaubigt. Doch da es in Zollikofen 300 gültige Unterschriften fürs Zustandekommen eines Referendums braucht, dürfte es zum Urnengang kommen. Dieser findet voraussichtlich im Herbst statt.

Mit dem Referendum strebt das Komitee laut der Mitteilung an, dass nun zuerst einmal die seinen Angaben zufolge neu gewählte Bildungskommission die Bedürfnisse der örtlichen Schulen analysiert und eine kommunale Bildungsstrategie erarbeitet. In der Zwischenzeit sei das «unsinnige Verbot» des Parlaments zu stoppen.

Lehrpersonen gegen Basisstufe

Der Zollikofer Gemeinderat hatte im Januar dem Parlament geschrieben, im Berner Vorort wäre derzeit aus Platzgründen die Einführung einer Basisstufe höchstens an der Schule Wahlacker möglich. Nur an einer Schule dieses System einzuführen, sei aber nicht sinnvoll.

Zudem habe sich in einer Umfrage eine Mehrheit der Lehrpersonen der Primarschul-Unterstufe gegen die Einführung der Basisstufe ausgesprochen.

«Basisstufe» bedeutet, dass Kindergärteler sowie Erst- und Zweitklässler zusammen in einer Klasse sitzen. Die Kinder sollen dabei nach ihrem individuellen Entwicklungs- und Lernstand gefördert werden. Der bernische Grosse Rat ermöglichte den Berner Gemeinden Anfang letztes Jahr die Einführung der Basisstufen, als er das Volksschulgesetz revidierte. (zec/sda)

Erstellt: 18.03.2013, 17:19 Uhr

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3 Kommentare

samuel scherrer

18.03.2013, 19:15 Uhr
Melden 3 Empfehlung 1

Es geht hier nur indirekt um die Basisstufe, sondern vielmehr um die Frage, welche Möglichkeiten ein Bildungsreglement für die Zukunft offenlassen sollte. Daneben geht es, wie so oft in Zollikofen, um die Art und Weise, wie politische Entscheide in einem demokratischen, aufgeklärten Gemeinwesen zustandekommen sollten. Antworten


Rolf Berner

19.03.2013, 07:59 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Die Basisstufe ist ein absoluter Humbug! Warum sollte die Gemeinde eine Entscheidung fällen dürfen, für die sie das erforderliche Wissen nicht hat? Antworten