Totes Baby in Wimmis ist wohl heimlich geboren worden
Von Anita Bachmann. Aktualisiert am 22.02.2012
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Am Sonntag wurde auf dem Gelände einer Kehrichtfirma in Wimmis ein totes neugeborenes Mädchen gefunden. In der Zwischenzeit habe die Polizei Hinweise aus der Bevölkerung erhalten, denen die Ermittler nachgingen, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag.
Weder die Mutter des Säuglings noch Angehörige hätten sich jedoch gemeldet. Aus ermittlungstechnischen Gründen könnten keine weiteren Details bekannt gegeben werden. Doch scheint klar, dass die Polizei vermutet, dass das Kind bereits tot auf das Gelände der Kehrichtfirma kam. Man könne davon ausgehen, dass das Kind heimlich geboren worden sei, sagt Dominik Müggler, Präsident der Schweizerischen Hilfe für Mutter und Kind und Mitinitiant des Babyfensters in Einsiedeln. Wenn ein Kind heimlich geboren werde und bereits tot sei oder durch Gewalteinwirkung sterbe, werde das Bestreben umso grösser, dass niemand davon erfahre. Deshalb wäre laut Müggler die anonyme Geburt in einer medizinischen Anstalt sinnvoll. Auch ein Babyfenster im Kanton Bern wäre wünschenswert.
2005 und 2006 wurden in Steffisburg zwei Kleinkinder ausgesetzt, eines davon starb. Ein tot geborenes Kind einer Frau aus dem Emmental wurde letzten Sommer in einer Kompostieranlage in Bellach gefunden. (Der Bund)
Erstellt: 22.02.2012, 14:35 Uhr
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